Anlagenbauer
Chrysler-Pleite belastet Dürr-Ergebnis

Der Anlagenbauer Dürr ist wegen der zögerlichen Auftragsvergabe der Autoindustrie und seines Personalabbaus in die roten Zahlen gerutscht. Im zweiten Quartal fiel nach Steuern und Zinsen ein Verlust in Höhe von 7,1 Mio. Euro an, wie Dürr am Donnerstag mitteilte. Auch Abschreibungen auf Aufträge beim insolvent gewordenen US-Fahrzeugbauer Chrysler trugen zu dem Verlust bei.

HB BIETIGHEIM-BISSINGEN. Der Anlagenbauer Dürr hat nach einem Absturz in die roten Zahlen im zweiten Quartal seinen Sparkurs deutlich verschärft. Rund 650 Jobs will das Unternehmen bis zum Jahresende abbauen, wie Vorstandschef Ralf Dieter am Donnerstag in Bietigheim-Bissingen mitteilte.

Bislang hatte Dürr zur Kostensenkung mit einem Abbau von 250 Arbeitsplätzen im Konzern kalkuliert. Entsprechend wurde die Jahresprognose nach unten korrigiert. Der Anlagenbauer rechnet mit einem Umsatzrückgang um bis zu 25 Prozent und einem Einbruch beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um deutlich mehr als die Hälfte.

Beim Nettoergebnis verbuchte Dürr in dem Zeitraum einen Verlust von 7,1 Mio. Euro. Im zweiten Quartal 2008 hatte der Anlagenbauer noch 6,3 Mio. Euro verdient. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging von 14,2 Mio. auf 1,4 Mio. Euro zurück. Der Umsatz gab von 358,3 Mio. auf 298,4 Mio. Euro nach.

Als einen Hauptgrund für die Talfahrt nannte der Vorstandschef die Krise der Autoindustrie und daraus resultierende Verzögerungen bei der Abwicklung von Aufträgen. Dazu hätten Restrukturierungskosten das Ergebnis belastet.

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