Anlagenbauer
Ferrostaal bald ohne MAN

Der Essener Anlagenbauer MAN Ferrostaal rechnet spätestens im nächsten Jahr mit der völligen Trennung vom Münchner MAN-Konzern. Der Abu Dhabi-Staatsfonds IPIC, der seit Ende März 70 Prozent von Ferrostaal hält, werde dann voraussichtlich den Rest der Anteile von der einstigen Ferrostaal-Mutter MAN übernehmen.

HB ESSEN. Vorstandschef Matthias Mitscherlich rechnt mit "Ferrostaal" als neuem Firmennamen. Mit dem Eigentümer IPIC halte er trotz Wirtschaftskrise, ersten Entlassungen und eines voraussichtlichen Gewinnrückgangs 2009 an seinen ehrgeizigen Wachstumszielen fest: Ferrostaal werde seinen Umsatz bis 2013 auf vier Mrd. Euro mehr als verdoppeln.

Das Unternehmen profitiere von milliardenschweren Großprojekten des Scheichtums. Allein für einen geplanten Petrochemie-Komplex in Abu Dhabi, an dem Ferrostaal intensiv beteiligt werden soll, wird eine Investitionssumme von umgerechnet 38 bis 54 Mrd. Euro genannt. Der Gewinnrückgang entstehe vor allem durch Beteiligungen an Chemieanlagen im Ausland. Die Krise im Autogeschäft trifft Ferrostaal, weil das Unternehmen mit knapp 1500 Mitarbeitern für Opel und Ford Autoteile montiert. Solange keine ganzen Standorte geschlossen würden, sei der Rückgang vorerst aber durch Kurzarbeit abzufangen, sagte Mitscherlich.

Das Unternehmen hatte 2008 rund 1,6 Mrd. Euro umgesetzt und mit 167 Mio. Euro vor Zinsen und Steuern das zweitbeste Ergebnis seiner Geschichte erzielt. 2009 werde der Umsatz in etwa konstant bleiben. Auf den voraussichtlichen Ergebnisrückgang reagiert der Anlagenbauer mit einem Sparprogramm, das die Kosten um ein Zehntel reduzieren soll.

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