Anlagenbauer
Konzernumbau drückt Gea in die roten Zahlen

Nach den Zukäufen der vergangenen Jahre will Gea sich straffer organisieren. Der Konzern wird umgebaut, so sollen 100 Millionen Euro jährlich eingespart werden. Zunächst verursachen die Pläne jedoch hohe Kosten.
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DüsseldorfHohe Kosten für den Konzernumbau haben dem Anlagenbauer Gea im zweiten Quartal rote Zahlen eingebrockt. Zudem bekam der Konzern die Nachfrageschwäche in einigen Märkten zu spüren, wie Gea am Mittwoch mitteilte. Gleichwohl bekräftigte der Vorstand seine Prognose und sicherte den Aktionären eine Dividende mindestens in der Höhe des Vorjahres von 0,70 Euro je Aktie zu.

Bei einem um 1,8 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro geschrumpften Umsatz fiel operativ ein Verlust (Ebit) von 20,9 Millionen Euro an. Die Sondereffekte bezifferte Vorstandschef Jürg Oleas mit 134 Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten mit geringeren Umbaukosten gerechnet und im Schnitt einen Gewinn von 34,9 Millionen Euro erwartet.

Die Einmalaufwendungen herausgerechnet sei die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) im zweiten Quartal auf 10,4 (Vorjahr: 9,8) Prozent geklettert, erklärte Gea.

Nach den Zukäufen der vergangenen Jahre hatte Oleas 2014 Gea einen Konzernumbau und eine straffere Organisation verordnet. Bis 2017 will er so 100 Millionen Euro jährlich einsparen, die gleiche Summe, die er für die Neuorganisation in die Hand nimmt. Im Gesamtjahr hofft Oleas weiterhin auf 590 bis 640 Millionen Euro beim operativen Ebitda zu erreichen. 2014 betrug das Ebitda 591 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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