Arbeitskosten gesenkt – Kapazitätsgrenze erreicht
VW arbeitet am Limit

Der Autobauer VW hat innerhalb weniger Monate die Personalkosten in den westdeutschen Werken kräftig gedrückt und arbeitet nun auch in Wolfsburg an der Kapazitätsgrenze.

HB WOLFSBURG. Ein Sprecher des Unternehmens konnte die Zahl von 20 Prozent zwar nicht offiziell bestätigen, um die nach einem Bericht des Nachrichtenmagzins „Focus“ die Arbeitskosten gesenkt worden seien. Dies ergebe sich aber schon rein rechnerisch durch das im Herbst 2006 mit Betriebsrat und IG Metall vereinbarte Ende der Vier- Tage-Woche, sagte der Sprecher.

In den meisten Werken werde jetzt wieder 35 Stunden gearbeitet, ohne Lohnausgleich. Der neue VW-Chef Martin Winterkorn hatte wiederholt hervorgehoben, dass VW bei den Arbeitskosten jetzt unter den Premiumherstellern Mercedes und BMW liege und auch auf Augenhöhe mit der bisher als Vorbild geltenden Konzerntochter Audi.

Bereits Ende März hatte VW zudem mitgeteilt, dass für die Golf- Produktion in diesem Jahr in Wolfsburg Sonderschichten mit dem Betriebsrat vereinbart worden seien. Die große Nachfrage sei nur durch Mehrarbeit abzudecken. Wochentags sei die maximale technische Kapazität der Wolfsburger Fertigung erreicht. Noch vor einem Jahr lag die Auslastung nur bei rund 70 Prozent. Bis Anfang diesen Jahres hatte die Marke VW nach einem harten Sanierungskurs aber wieder zugelegt und im ersten Quartal 2007 nach den Verlusten des Vorjahres auch wieder schwarze Zahlen gwschrieben.

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