Arzneimittelreport 2013
Krankenversicherte schlucken immer mehr Generika

Ärzte verschreiben den Patienten immer mehr Nachahmerpräparate. Das geht aus dem Arzneimittelreport der Barmer hervor. Doch die Experten der Krankenkasse sehen das Einsparpotenzial noch lange nicht ausgeschöpft.
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BerlinGesetzlich Krankenversicherte bekommen immer mehr preisgünstige Nachahmerpräparate verordnet. Bei der Barmer GEK machten Generika inzwischen 75,2 Prozent aller verordneten Medikamente aus, heißt es in dem am Dienstag in Berlin vorgestellten Arzneimittelreport 2013 von Deutschlands größter Kasse.

Im Jahr davor lag die Generika-Quote noch bei 72,1 Prozent. Von den übrigen verordneten Präparate waren 15,4 Prozent Arzneien, für die es noch kein Generikum gibt, da es sich in der Regel um patentgeschützte Originalpräparate handelt.

Einsparpotenziale neben der Nutzung weiterer Medikamente, für die der Patentschutz ausgelaufen ist, sieht die Barmer GEK durch Rabattverträge mit Herstellern. Ohne eine Einschränkung der Therapiequalität seien noch gut 150 Millionen Euro Einsparungen möglich, sagte Vizechef Rolf-Ulrich Schlenker.

Insgesamt habe die Krankenkasse für rund 250 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen mit einem Umsatzvolumen von rund 1,4 Milliarden Euro Rabattverträge ausgehandelt. Das Einsparvolumen betrage 300 Millionen Euro.

Zugleich forderte Schlenker, die Ende des Jahres auslaufenden Kostenbremsen für Arzneimittel in Form von Zwangsrabatten der Hersteller um fünf Jahre zu verlängern. Der Kassen-Chef begründete dies damit, dass die angepeilten Einspareffekte von rund zwei Milliarden Euro durch die laufenden Preisverhandlungen für neue Medikamente auf sich warten ließen.

Welches Sparpotenzial noch offen liegt, zeigt eine weitere Analyse der KKH. Demzufolge zufolge hat allein diese Krankenkasse im vergangenen Jahr 54 Millionen Euro für Medikamente von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ausgegeben. Die höchsten Kosten verursachte darunter das Wachstumshormon Somatropin. Dieses Mittel wird vermehrt ab einem Alter von sechs Jahren verschrieben. Die Kosten für die Wachstumshormone belaufen sich jährlich auf durchschnittlich 14.000 Euro pro Fall.

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Kommentare zu " Arzneimittelreport 2013: Krankenversicherte schlucken immer mehr Generika"

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  • auch dieses ist wieder so ein Skandal in diesem Land über dem, wie Urban Priol so treffend sagt, der Mehltau liegt. Ein Großteil der patentfreien Arneimittel ist mittlerweile billigster China/Asien-Schrott. Fragen sie in diesem Zusammenhang mal Handwerker, was die im Werkzeugbereich von diesem Asienschrott halten. Warum soll bei den Medikamenten was anderes gelten? Der Michel muss teilweise (gezwungen durch die Kassenverträge) ein Zeugs fressen, das von Wohnzimmerfirmen mit 2-3 Mitarbeitern ohne große Umwege aus irgendwelchen Entwicklungsländern kommt.

    Ich denke einmal, dass auch regelmäßige Untersuchungen zu Wirkstoffgehalt und -sauberkeit sowie Bioverfügbarkeit mittlerweile so aussehen, wie das, was bei KiK, Lidl, C&A, usw. mit den Kontrollen in den Bekleidungsfabriken praktiziert wird.

    Ich garantiere schon heute, dass hier eine Zeitbombe tickt, die irgendwann explodiert und dann ist das Heulen und Zähneknirschen wieder groß -- und der Mehltau-sedierte Michel steht wieder einmal blöd rum, macht große Augen und weiß plötzlich, warum seine Medikamente gar nicht mehr geholfen haben.

  • Wenn wir schon sowieso alles in Asien fertigen lassen, dann doch auch die Tabletten. Neben der auch fuer den Staat eintraeglichen deutschen Pharma-Industrie kann man sicherlich die Apotheker auch abschaffen. Forschung initiiert der Minister und sein Ministerium.

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