Asiatische Beteiligung
Lanxess wünscht sich Staatsfonds als Investor

Der Chef des Chemieunternehmens Lanxess, Axel Heitmann, kann sich gut einen asiatischen Staatsfonds als Anteilseigner vorstellen. Während das Unternehmen nun in Singapur expandiert, scheinen sich vor Ort auch erste Interessenten zu zeigen.

HB FRANKFURT. Lanxess-Chef Axel Heitmann hat sich für einen Einstieg Singapurs oder eines anderen asiatischen Staats bei dem Chemiekonzern ausgesprochen. "Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass asiatische Staatsfonds mit hoher Reputation sich bei der Lanxess-Aktie engagieren", sagte Heitmann der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

"Ich habe mit dem Premierminister von Singapur über dieses Thema gesprochen", sagte der Lanxess-Chef. Regierungschef Lee Hsien Loong ist Vizechef der Staatsholding Government of Singapore Investment Corp (GIC). Auch mit dem singapurischen Staatsfonds Temasek wolle Heitmann möglichst bald sprechen, berichtete die Zeitung.

Eine Kapitalerhöhung sei für Heitmann aber keine Option. "Wenn einer der beiden Staatsfonds sich bei uns einkauft, muss er sich seine Aktien auf dem freien Markt erwerben", erläuterte der Konzernchef. Mit Blick auf in Deutschland vorhandene Bedenken gegen ausländische Staatsfonds sagte Heitmann, ein staatlicher Investor müsse lediglich die Regeln guter Unternehmensführung (Corporate Governance) akzeptieren. Singapurs GIC und Temasek seien dazu bereit. "Entscheidend ist für mich die Qualität des Fonds. Die Größe des individuellen Anteils steht noch nicht im Vordergrund", sagte der Lanxess

Lanxess -Chef.

hatte am Dienstag bereits angekündigt, in Singapur für 400 Mill. Euro ein Kautschukwerk zu errichten. Der Konzern reagiert damit auf die steigende Nachfrage der Reifenindustrie in Asien.

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