Aston Martin
Liebesgrüße aus England

Daimler - oder doch lieber ein anderer Autohersteller? Der Sportwagenbauer Aston Martin ist auf der Suche nach einem Partner. Denn Firmenchef Ulrich Bez hat noch große Ziele für die Marke von James Bond.
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Aston Martin ist die britische Antwort auf Ferrari. Mit einem großen Unterschied: Während die italienische Sportwagenmarke mit dem springenden Pferd unter dem Dach des großen Fiat-Konzerns gedeiht, steht Aston Martin auf eigenen Füßen. Und damit das auch so bleibt, setzen die Briten unter dem Kommando ihres deutschen Firmenchefs Ulrich Bez auf Partner.

„Wir sind auf der Suche nach einem bevorzugten Partner, bei dem wir Zugriff auf mehr als nur ein Teil bekommen, zum Beispiel auch, weil wir langfristig unseren V8-Motor auf den Prüfstand stellen werden“, sagte Bez dem Handelsblatt. „Daimler hat in der Tat hervorragende Technologien. Man muss ja die meisten Dinge heute nicht neu erfinden.“ Eine Entscheidung über eine solche Partnerschaft will Aston Martin bis Ende des Jahres treffen.

Der britische Nobelautohersteller und der Stuttgarter Konzern sprechen auch über eine Kooperation auf einen anderen Gebiet: Aston Martin könnte die Daimler-Edelmarke Maybach fertigen. „Wir haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass wir Autos in kleinen Stückzahlen kostengünstig entwickeln können. Da gibt es nicht allzu viele Alternativen zu uns“, sagte Bez im Gespräch mit dem Handelsblatt. Aston Martin habe Daimler etwas anzubieten und umgekehrt. Eine Kooperation wäre „eine Win-Win-Situation“ für beide Seiten, sagte Bez. Doch Daimler sei nicht das einzige Unternehmen, mit dem Aston Martin Verhandlungen führe.

Bez steht seit 2000 an der Spitze von Aston Martin. Damals war das Unternehmen noch Teil des Ford-Konzerns. Vom US-Konzern Ford wechselte die unter der Führung des deutschen Managers Ulrich Bez wiederbelebte Legende 2007 in die Hände kuwaitischer Investoren.

Der ehemalige Porsche-Technikvorstand Bez machte Aston Martin allerdings noch vorher im Jahr 2004 profitabel – zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens, sagen Branchenkenner. Und nicht nur das: "Wir waren durch die ganze Krise hinweg profitabel", sagte Bez im Gespräch mit Handelsblatt Online auf dem Automobilsalon in Genf.

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