Atomkraftwerksbetreiber
Jahresgewinn von British Energy bricht ein

Der von RWE umworbene Atomkraftwerksbetreiber British Energy hat im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich weniger verdient, die Erwartungen aber dennoch übertroffen.

HB LONDON. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) fiel um 28 Prozent auf 882 Mill. Pfund (rund 1,1 Mrd. Euro), wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten nur mit weniger als einer Milliarde Euro gerechnet. Im Vorjahr verdiente British Energy noch umgerechnet 1,5 Mrd. Euro.

Die Zahlen seien zwar enttäuschend ausgefallen, räumte Vorstandschef Bill Coley ein. Der Konzern sei für die Zukunft aber in einer guten Ausgangslage. Die steigenden Energiepreise werden sich seiner Einschätzung nach allerdings nicht maßgeblich auf das Ergebnis für das laufende Jahr auswirken. Die Aktie von British Energy notierte an der Londoner Börse am Vormittag leicht im Minus.

Der deutsche Versorger RWE hat sich bislang offiziell zu seinen Plänen bei British Energy nicht geäußert. Kreisen zufolge gehören die Essener zu einer Bietergruppe zusammen mit der spanischen Iberdrola. Interesse an den Briten hat demnach auch die französische EDF. Der britische Staat ist mit 35 Prozent an British Energy beteiligt und will ihren Anteil verkaufen. Der britische Versorger betreibt acht der zehn Atomkraftwerke des Landes, die aber mit Ausnahme einer Anlage in den kommenden 15 Jahren vom Netz gehen sollen. Dafür sollen neue Kraftwerke entstehen.

Am Dienstag hatte British Energy einen Reaktor des Atomkraftwerks Sizewell von Netz nehmen müssen. Konzernchef Coley sagte, dabei habe es sich anscheinend um einen Instrumentenfehler gehandelt. Die Anlage sei in einem hervorragenden Zustand. Er gehe davon aus, dass der Reaktor schon bald wieder ans Netz gehen werde.

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