Auch im laufenden Jahr kein Rückenwind von der Konjunkturseite
ABB Deutschland sieht Gewinnzone in Reichweite

Die Deutschland-Tochter des angeschlagenen schweizerischen Energie- und Automationstechnik-Konzerns ABB will nach drei verlustreichen Jahren 2004 in die Gewinnzone zurückkehren. Der Stellenabbau geht weiter.

HB MANNHEIM. „Wir streben ein positives EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) an“, sagte der Vorstandsvorsitzende der ABB Deutschland, Bernhard Jucker, am Freitag in Mannheim. Dafür will die größte ABB-Landesgesellschaft im Konzern ihr Sparprogramm mit Stellenabbau und Standortschließungen fortsetzen und sich von der defizitären Sparte Gebäudetechnik trennen. Diese soll nach den Vorstellungen Juckers möglichst als Ganzes verkauft werden.

Zum Jahresüberschuss wurden keine Angaben gemacht. ABB betonte aber, dass das Nettoergebnis „traditionell“ besser ausfalle als das EBIT. Auf Rückenwind von der Konjunktur hofft Jucker auch 2004 nicht. „Wir gehen nicht von einem dramatischen Wachstum für Deutschland aus“, sagte er. Der Umsatz werde sich „flach bis leicht steigend“ entwickeln. In dieser Prognose sei die Gebäudetechnik jedoch noch enthalten.

ABB Deutschland will sich - wie der gesamte Konzern - auf die Automatisierungs- und die Energietechnik konzentrieren. Die technische Ausrüstung und Instandhaltung von Gebäuden passt nicht mehr dazu. Die Gespräche mit potenziellen Käufern hätten begonnen. Mit einem Sanierungsprogramm und einem Stellenabbau auf 1780 (2200) Mitarbeiter wurde die Sparte mit 400 Mill. € Umsatz auf den Verkauf vorbereitet. Die Probleme in der Gebäudetechnik seien „hausgemacht“ und auf den Einstieg in das Projektgeschäft 1999 zurückzuführen, sagte Finanzvorstand Werner Schmelcher. „Und dieser Markt ist inzwischen nicht viel besser geworden.“ Zuvor hatte ABB bereits die Sparte Energiekabel und das Windpark-Projektgeschäft abgestoßen, die IT wurde an IBM und CSC Ploenzke vergeben.

Seite 1:

ABB Deutschland sieht Gewinnzone in Reichweite

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%