Auch in Spanien
ACS stößt auf heftigen Widerstand

Nicht nur bei Hochtief stößt der Infrastrukturkonzern ACS auf wenig Gegenliebe. Auch der spanische Versorger Iberdrola lässt nichts aus, um seinem Hauptaktionär Steine in den Weg zu legen. Doch ACS lässt es sich auch von geballter Ablehnung nicht abschrecken. Neben Hochtief will ACS auch seine Anteile an Iberdrola erhöhen.
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MADRID. Der Infrastrukturkonzern ACS stößt nicht nur bei Hochtief auf wenig Gegenliebe. Auch der spanische Versorger Iberdrola lässt nichts aus, um seinem Hauptaktionär Steine in den Weg zu legen. Über die letzten Jahre hat ACS rund 13 Prozent an Iberdrola zusammengekauft. Der baskische Stromversorger verhinderte bisher aber erfolgreich, dass Repräsentanten von ACS-Chef Florentino Peréz einen der 15 Verwaltungsratssitze von Iberdrola besetzten.

Iberdrola-Präsident José Ignacio Sánchez Galán widersetzt sich mit dem Verweis auf Interessenkonflikte. Spaniens Aktiengesetz verlangt, dass "Verwaltungsräte, die von einem Konkurrenzunternehmen oder Personen, die aus irgendeinem Grund entgegengesetzte Interessen zum Unternehmen haben, ihr Amt auf Antrag eines Anteilseigners oder auf Beschluss der Aktionärsversammlung niederlegen" müssen. Nach Ansicht von Iberdrola sind "beide Firmen reale Konkurrenten in vielen Märkten und waren Rivalen in nationalen und internationalen Ausschreibungen." Tatsächlich ist ACS auch im Bereich der erneuerbaren Energien tätig.

Nach Meinung von Manuel Romera, Direktor der Finanzwissenschaften in der Managementschmiede "Instituto de Empresa", könnte auch Hochtief diese Argumentation gegen ACS vorbringen. "Damit ist natürlich Schluss, sobald ACS die Kontrolle an Hochtief hat, dann ist Hochtief Teil von ACS und es gibt keine gegensätzlichen Interessen mehr", weiß Romera.

ACS geht einstweilen gerichtlich gegen den Beschluss der Iberdrola-Aktionäre vor, seine Repräsentanten aus dem Verwaltungsrat auszuschließen. Mitte Januar sehen sich die Kontrahenten erneut vor Gericht in Bilbao.

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