Auch Inlandsnachfrage schwächer
Maschinenbau bricht das Auslandsgeschäft weg

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben im Juni erneut einen Einbruch im wichtigen Auslandsgeschäft verbucht.

Reuters FRANKFURT. Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte, sanken die Auslandsbestellungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13 %. Damit beschleunigte sich der negative Trend bei den Orders ausländischer Kunden, die im Mai um sechs Prozent zurückgegangen waren.

Die Inlandsnachfrage ging im Juni um ein Prozent zurück und konnte damit die positive Entwicklung vom Mai nicht fortsetzen. Insgesamt verbuchte die Industrie einen um neun Prozent geringeren Auftragseingang als im Juni 2002. „Diese Zahlen setzen einen schwachen Schlusspunkt unter das erste Halbjahr“, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers die Zahlen.

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer hatten sich im vergangenen Jahr angesichts der schwierigen Konjunkturlage bei sehr schwachen Inlandsgeschäften noch durch die guten Auslandsorders halten können. Nach Einschätzung des VDMA spiegeln die nun schwachen Bestelleingänge möglicherweise auch die Auswirkungen der gefährlichen Lungenkrankheit SARS in Asien sowie den starken Euro-Kurs wider.

Für das erste Halbjahr 2003 ergebe sich ein Rückgang bei den Auftragseingängen von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, teilte der VDMA weiter mit. Damit liegt die Branche bisher hinter ihrem Gesamtjahresziel zurück, ein Order- beziehungsweise Umsatzvolumen in etwa auf Vorjahreshöhe zu erreichen. Die Erwartungen für das Gesamtjahr seien „deutlich gedämpft“ worden, hieß es.

Die deutschen Hersteller von Ausrüstungs- und Investitionsgütern hängen im starken Maße von der Auslandsnachfrage ab. Die SARS-Epidemie in Asien dürfte insbesondere das wichtige China-Geschäft belastet haben.

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