Aufbau eines zweiten Standbeins neben den Klebstoffen
Tesa ging es noch nie so gut wie 2004

Tesa baut sich mit einer neuen Sicherheitstechnologie zum Fälschungsschutz von Produkten ein zweites Standbein auf. Aber auch auf einem Bein kann der Klebstoffspezialist wunderbar stehen. Die Zahlen waren noch nie so gut wie 2004.

HB FRANKFURT. In diesem Jahr werde die so genannte Holospot- Technologie rund fünf Millionen Euro zum Umsatz der Beiersdorf- Tochter beitragen, sagte Tesa-Vorstandschef Dieter Steinmeyer am Mittwoch in Frankfurt bei der Bilanzpressekonferenz 2004. „Wir werden damit die Grundlage für ein weiteres Wachstumsfeld legen.“ Der Gesamtumsatz und das Ergebnis der tesa AG sollen auch 2005 deutlich stärker als der Markt zulegen.

2004 war laut Steinmeyer das bislang erfolgreichste Jahr des Unternehmens. Der Umsatz stieg trotz der schwachen Konjunktur um 5,4 Prozent auf 706 Millionen Euro. In Deutschland blieb er mit 206 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um 43 Prozent auf rund 50 Millionen Euro.

Das Industriegeschäft, das gut zwei Drittel zum Umsatz beiträgt, entwickelte sich deutlich besser als das Stammgeschäft mit Endverbrauchern. Zuwächse in diesem Bereich habe es vor allem durch neue Produkte wie Klebe- und Korrekturroller sowie fest montierbare Fliegengitter gegeben.

Für die lasergestützte Holospot-Technologie, die bei der Tesa Scribos GmbH mit Sitz in Heidelberg entwickelt wurde, will Tesa neue Anwendungsgebiete erschließen. Das System, bei dem winzige Hologramm- Etiketten auf den Produkten angebracht werden, soll auch bei teuren Autoersatzteilen, Luxusmarkenartikeln und im Logistikbereich eingesetzt werden. In Russland habe die Beiersdorf-Marke Nivea damit Plagiate eines Shampoos innerhalb kürzester Zeit vom Markt drängen können, berichtete Steinmeyer. Zudem bietet Tesa ein neues System zur fälschungssicheren Kennzeichnung von Autoscheiben an, das schon für den VW-Phaeton und den Skoda Octavia benutzt wird.

Ein Börsengang, über den bereits seit Jahren spekuliert wird, steht derzeit bei Tesa nicht zu Debatte. „Wir bereiten uns auf eine mögliche Börseneinführung immer vor. So lange aber unsere Anteilseigner bereits sind, in Tesa zu investieren, macht ein Börsengang keinen Sinn“, sagte Steinmeyer.

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