Aufsichtsratschef Cromme
Siemens-Vorstand ungewöhnlich groß

Für Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme ist der Vorstand unnötig groß. Zu gegebener Zeit werde es einen Stellenabbau geben. Den Chefposten beträfe das aber nicht, denn Peter Löscher sei „genau der Richtige“.
  • 2

MünchenDem Siemens -Aufsichtsratschef Gerhard Cromme ist der Vorstand des Konzerns zu üppig besetzt. „Wir haben bei Siemens kein Problem mit den Führungsleuten. Was wir uns allerdings fragen, ist, ob die Größe des Vorstands für die Zukunft angemessen ist“, sagte er im Interview mit dem „manager magazin“.

„Früher waren es acht Vorstände. Heute ist der Vorstand mit zehn Mitgliedern ungewöhnlich groß. Das Gremium wird mit Sicherheit im Laufe der Zeit kleiner werden“, sagte der Chefkontrolleur. Im laufenden Jahr scheidet bereits Einkaufschefin Barbara Kux aus dem Vorstand aus - sie wird voraussichtlich nicht ersetzt, wie Siemens bereits mitgeteilt hat.

Einen möglichen weiteren Stellenabbau auf Spitzenebene werde Cromme „zu gegebener Zeit mit dem Aufsichtsrat und mit Herrn Löscher besprechen“. Dem Siemens-Chef Peter Löscher, der zuletzt wegen mehrerer Schnitzer in die Kritik geraten war, stärkte Cromme den Rücken. „Herr Löscher macht das im Saldo sehr gut. Er ist für die jetzige Phase genau der Richtige, so wie er es auch in der schwierigen Anfangszeit war. In ein bis zwei Jahren werden Sie das an den Ergebnissen sehen“, lobte er seine Wahl.

Die beiden müssen sich am kommenden Mittwoch auf der Siemens-Hauptversammlung den Fragen der Aktionäre stellen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Aufsichtsratschef Cromme: Siemens-Vorstand ungewöhnlich groß"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Was muss ein AR oder sogar AR Vorsitzender wie viele Jahre alles nicht sehen, dass er immer noch auf seinem Stuhl kleben bleibt. Wieviele jahre hat jetzt Herr Kromme kein Geschäft mehr geführt. Hierzu kann man nur auf die wiederhlten Kommentare von prof. Theissen aus München verweisen. Mit Corporate Governance hat dies leider nicht ehr viel zu tun!

  • Dass auch das Handelsblatt auf Crommes Belndgranate einsteigt, die dazu gedacht ist, sein komplettes Versagen bei Thyssen Krupp zu überdecken, erstaunt ein wenig.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%