Augenmerk liegt auf Umgang mit Mitarbeitern
US-Bürger kritisieren Geldgier der Manager

Fragt man Michael Kitchens, woran er beim Firmennamen Walt Disney als erstes denkt, dann ist die Antwort nicht „Mickey Mouse“ oder „Disney World“. Die Antwort ist Michael Eisner und lächerlich hohe Managergehälter.

NEW YORK. „In meiner Kindheit war Disney der Inbegriff einer unverdorbenen Welt und geradezu unberührbar“, erinnert sich der Telekom-Manager aus dem US-Bundesstaat Georgia. „Jetzt klingt der Name nur noch nach Geldgier. Die Disney-Manager würden Mickey und Goofy rausschmeißen, wenn sie sich dadurch noch mehr Geld zuschustern könnten“, antwortet Kitchens im Interview mit den Marktforschern von Harris Interactive. So wie Kitchens denken offenbar viele Amerikaner: Disney rutschte im diesjährigen Reputations-Ranking um zwölf Plätze auf einen miserablen Rang 16.

Zynismus und Enttäuschung sind der Grundtenor unter den US-Befragten. Überhöhte Manager-Gehälter, schlechte Behandlung der eigenen Mitarbeiter und Verlegung von Jobs ins Ausland beeinflussten die Meinung der Amerikaner am stärksten und hinterließen tiefe Kratzer am Image. 2003 hatten die US-Befragten sich hauptsächlich an den Blianzierungssünden der Unternehmen gestört.

68 Prozent der befragten Amerikaner bewerteten 2004 den Ruf der Unternehmen als „nicht gut“ oder „furchtbar“. Die Umfragen in Deutschland und Großbritannien ergaben, dass dort nur 49 beziehungsweise 42 Prozent den Konzernen ein grundsätzlich negatives Zeugnis ausstellen. Das liegt großenteils daran, dass die Europäer in jüngster Zeit weniger Unternehmensskandale erleben mussten als die US-Bürger.

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