Ausbau der Produktion
Messer investiert an der Saar

Der Industriegasehersteller Messer Griesheim will seine Produktions- und Pipelinesysteme an der Saar ausbauen und dabei insgesamt rund 30 Mill. € investieren.

Reuters FRANKFURT. Grund sei die gute Auftragslage der saarländischen Stahlindustrie, teilte Messer Griesheim am Dienstag in Krefeld mit. So wolle Messer bis Mitte Mai 2005 seine Sauerstofflieferungen per Pipeline an die Dillinger Hüttenwerke und die Saarstahl AG um 30 % steigern. Dazu soll eine neue Luftzerlegungsanlage am Standort Dillingen errichtet werden, wobei zunächst bis Ende Oktober dieses Jahres die dortigen zwei Anlagen modernisiert und ausgebaut werden. Auch solle im Rahmen des Ausbaus der Produktions- und Pipelinesysteme die Stickstoffkapazität erhöht und die Argon-Mengen verdoppelt werden. Die Lieferungen an die zwei Stahlfirmen entsprächen bei einer Vertragslaufzeit bis 2015 einem Auftragswert von etwa 400 Mill. €.

Die nicht börsennotierte Messer Griesheim hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwa 1,5 Mrd. €, ein Betriebsergebnis von 131 Mill. € erwirtschaftet. Unter dem Strich verbuchte die Messer-Gruppe einen Verlust von 90 Mill. €. Der Chef der Messer-Gruppe, Klaus-Jürgen Schmieder, hatte unlängst in einem Zeitungsinterview gesagt, die Gesellschaft solle bis Ende 2004 börsenreif sein.

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