Ausblick
Airbus-Chef prophezeit Luftfahrt rosige Zukunft

Die Fluggesellschaften müssen Gewinneinbrüche hinnehmen. Der Airbus-Chef meint: Sie sind dem stark gestiegenen Ölpreis geschuldet. Die positive wirtschaftliche Lage werde sich auch positiv auf die Luftfahrt auswirken.
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FrankfurtDie Luftfahrtbranche steht nach Einschätzung von Airbus-Chef Thomas Enders trotz steigender Ölpreise vor einer rosigen Zukunft. „Die Luftfahrt befindet sich weiter auf einem langfristigen Wachstumspfad wie kaum eine andere Branche“, sagte der Chef der EADS-Flugzeugbautochter der „Welt am Sonntag“. „Der sich abzeichnende Gewinneinbruch bei den Fluggesellschaften zeigt nicht das Ende des Aufschwungs, sondern ist dem stark gestiegenen Ölpreis geschuldet“, sagte Enders. „Ansonsten sehe ich eine Erholung der Weltwirtschaft, die sich auch auf die Luftfahrt positiv auswirkt.“

Der Luftfahrt-Weltverband IATA erwartet für die Branche in diesem Jahr wegen des hohen Ölpreises und der Katastrophe in Japan nur noch vier Milliarden Dollar Gewinn. Im vergangenen Jahr hatte der Konjunkturaufschwung den Fluggesellschaften noch rund 18 Milliarden Dollar Ertrag beschert. Die europäischen Branchengrößen Air France-KLM und Lufthansa hatten zuletzt allerdings Gewinnzuwächse in Aussicht gestellt.

Mit spritsparenden Flugzeugmodellen profitiere Airbus indirekt auch von dem höhen Ölpreis, sagte Enders. „Gerade unsere A320neo verkauft sich hervorragend, weil sie gegenüber den neuesten Modellen 15 Prozent weniger Kerosin verbraucht und gegenüber älteren Fliegern sogar 30 Prozent einspart.“ Im laufenden Jahr werde die Zahl der Flugzeug-Neubestellungen insgesamt deutlich höher sein als die der Auslieferungen, „also klar über 500 liegen“.

Enders bekräftigte, die Auslieferung des neuen Langstreckenjets A350 solle noch 2013 beginnen, hielt sich allerdings eine Verschiebung des Zeitplans offen: „Wenn wir in der Entwicklungsphase bei einem solchen Projekt Nachbesserungen vornehmen müssen, die zu noch besserer Marktakzeptanz führen, aber etwas Zeit kosten, dann machen wir das auch.“ Für den A350 gebe es bereits fast 600 Bestellungen.

Für den A320 erwarte er auf der Luftfahrtmesse in Frankreich in der zweiten Junihälfte einige Hundert neue Bestellungen, sagte Enders. Vom Riesenflieger A380, der ab 2014/15 profitabel sein solle, werde Airbus in diesem Jahr rund 25 Exemplare ausliefern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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