Ausblick
Lebensmittel werden noch teurer

Nach moderaten Jahren müssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen: Die Preise für Nahrungsmittel folgen den höheren Rohstoffkosten. Deshalb müssen sich die Bundesbürger auch im kommenden Jahr auf einen weiteren Anstieg der Lebensmittelpreise einstellen. Experten warnen jedoch vor einer Panikstimmung.

KÖLN. Der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Jürgen Abraham, sagte am Dienstag auf der Welternährungsmesse Anuga in Köln, die Preise für wichtige Rohstoffe wie Getreide oder Milch, für Energie und Verpackungsmaterialien hätten sich in den vergangenen zwölf Monaten extrem erhöht. Deshalb sei eine weitere Anpassung der Lebensmittelpreise erforderlich.

Dennoch warnten die Spitzenfunktionäre von Einzelhandel (HDE), Ernährungsindustrie (BVE) und Landwirtschaft bei der gemeinsamen Veranstaltung auf der Anuga vor einer Panikstimmung unter den Verbrauchern. Denn nur in Einzelfällen wie bei Milch und Butter, so ist sich das Trio sicher, sei es zu wirklich dramatischen Preisentwicklungen gekommen.

Gemessen an der Gesamtentwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland liege der Anstieg der Nahrungsmittelpreise nur geringfügig über der allgemeinen Preisentwicklung, wie HDE-Präsident Josef Sanktjohanser, BVE-Vorsitzender Abraham und Bauernverbandspräsident Gerd Sonnleitner gestern einmütig erklärten.

Auch für die Zukunft prognostizierte Einzelhandels-Präsident Sanktjohanser insgesamt nur „einen sanften Anstieg der Preise“. Der starke Wettbewerb unter den deutschen Einzelhändlern werde schon dafür sorgen, dass die aktuellen Forderungen aus der Ernährungsindustrie nicht komplett „auf die Preise durchwirken“, sagte Sanktjohanser, der im Hauptberuf Vorstandsmitglied des Handelskonzerns Rewe ist.

Derzeit stehen vor allem noch Forderungen aus der Süßwarenindustrie zur Diskussion. So fordern die Hersteller von Süßgebäck vom Handel zehn Prozent mehr für ihre Produkte, die Hersteller von Knabberartikeln zogen mit dem Wunsch nach einem Preisaufschlag von immerhin noch etwa 7,5 Prozent nach.

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