Aussichten bestätigt
ABB erholt sich

Beim Elektrotechnikkonzern ABB beginnen die Markterholung und die Restrukturierungsmassnahmen zu greifen. ABB erzielte nach eigenen Angaben vom Donnerstag im zweiten Quartal einen Gewinn von 86 Millionen Dollar nach einem Verlust von 55 Millionen Dollar im Vorjahr.

HB ZÜRICH. Der Konzern, der 2002 fast von seiner Schuldenlast erdrückt worden wäre, bestätigte die mittelfristigen Aussichten. Der Umsatz der Gruppe wuchs um ein Prozent auf 4913 Mill $. Die Aufträge erhöhten sich den Angaben zufolge um 17 % auf 5529 Mill. $. ABB verwies auf die anhaltende Erholung in den meisten Märkten. Gemäss Analysten fielen Umsatz und Aufträge in den Kerndivisionen der Automations- und Energietechnik besser als erwartet aus. Insgesamt sei das Ergebnis allerdings gemischt.

Reingewinn und Betriebsgewinn lägen wegen der Ausgaben der Konzernzentrale etwas unter den Erwartungen. Analysten hatten für das zweite Quartal durchschnittlich einen Gewinn von 106 Mill. sfr, ein Betriebsergebnis von 299 Mill. sfr und einen Umsatz von 4760 Mill. $ prognostiziert. Das Betriebsergebnis verdoppelte sich auf 288 (Vorjahr 140) Mill. $. Damit belief sich die operative Marge auf 5,9 %.

Bis 2005 Ebit-Marge soll die operative Marge auf acht Prozent gesteigert werden. ABB bestätigte auch die übrigen mittelfristigen Ziele. Für den Zeitraum 2002 bis 2005 strebt ABB ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von vier Prozent in lokalen Währungen an. Die Verschuldung soll dann auf etwa vier Milliarden Dollar absinken. Ende Juni belief sich die Verschuldung auf 6,1 Mrd. $ nach 7,9 Mrd. Ende 2003.

ABB treibt den Schuldenabbau weiter voran. Bis am 20. August will der Konzern die 300 Mill. Euro-Anleihe mit Fälligkeit 2005 und die 475 Mill. Euro-Anleihe 2006 zurückkaufen. Damit will ABB einen weiteren Schritt zur Stärkung der finanziellen Verfassung und zur Wiedererlangung eines Investment-Grade-Ratings machen.

Die Verschuldung war durch eine Reihe von Übernahmen in den 90er Jahren aufgebaut worden und hatte den Konzern an den Rand des Zusammenbruchs geführt. Doch der Konzernführung unter CEO Jürgen Dormann und Finanzchef Peter Voser gelang dank dem Verkauf von Teilbereichen und dem Abbau von Arbeitsplätzen der Turn around.

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