Autobau
Auch Zulieferer Faurecia erhöht Ziele

Der französische Autozulieferer Faurecia hat im ersten Halbjahr mehr als acht Milliarden Euro umgesetzt. Jetzt wurden die Ziele nach oben korrigiert.
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ParisDas Geschäft der Autozulieferer brummt. Wie ElringKlinger setzte sich am Dienstag auch die französische Faurecia nach einem starken ersten Halbjahr ehrgeizigere Ziele für 2011. „Das Wachstum dürfte in der zweiten Jahreshälfte in allen Regionen stabil bleiben und mittelfristig solide ausfallen“, erklärte Faurecia, das einen starken Auftragseingang verzeichnet.

Dabei setzt die Tochter von Peugeot Citroen auf ein organisches Wachstum und schielt nach den Worten von Unternehmenschef Yann Delabriere zufolge nicht nach größeren Übernahmen. Zukäufe seien dann denkbar, wenn sie überschaubar seien und das technische Angebot von Faurecia erweiterten, betonte er. Gerüchte über ein Interesse am deutschen Zulieferer Grammer wies Delabriere zurück. „Es steht nicht zur Debatte, dass wir irgendeine Art von Angebot für Grammer machen. Ich habe absolut kein Interesse an Grammer“, sagte er.

Mittelfristig geht das Unternehmen davon aus, 50 Prozent seines Umsatzes außerhalb von Europa und damit vor allem in Lateinamerika und Asien zu machen. Im laufenden Jahr erwartet Faurecia nun einen Umsatz von bis zu 15,9 Milliarden Euro, das ist über eine halbe Milliarde mehr als bisher. Auch der Betriebsgewinn soll stärker gesteigert werden auf 620 bis 650 Millionen Euro, nach bislang 580 bis 640 Millionen Euro.

Im ersten Halbjahr machte der Konzern mit 8,15 Milliarden Euro fast ein Fünftel mehr Umsatz. Wachsende Kosten für Stahl und Plastik belasteten den Betriebsgewinn mit 29 Millionen Euro. Das Ergebnis legte dennoch 57 Prozent zu auf 340 Millionen Euro. Die Marge lag hier bei 4,2 Prozent. Gewinnmitnahmen drückten den Aktienkurs des Konzerns in Paris um 5,4 Prozent ins Minus - das war deutlich schwächer als der Markt.

Der schwäbische Zulieferer ElringKlinger hatte am Morgen für das laufende Jahr einen stärkeren Umsatzzuwachs in Aussicht gestellt, zwölf bis 14 Prozent statt bislang fünf bis sieben Prozent. Leoni hatte am Montag bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Ziele nach oben geschraubt, der Kabelhersteller geht nun von einem Umsatz von 3,6 Milliarden Euro bei einem Betriebsgewinn von 230 Millionen Euro aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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