Autobauer aus Südkorea
Rubel-Verfall lässt Kia Gewinn einbrechen

Das starke Engagement des südkoreanischen Autobauers Kia wird zur Belastung. Der Rubel-Verfall lässt den Absatz zurückgehen. Besonders schlecht sieht es für den Gewinn aus. Dieser hat sich halbiert.
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SeoulDer südkoreanische Autobauer Kia Motors bekommt seine starke Abhängigkeit vom Russland-Geschäft zu spüren. Der Rubel-Verfall trug im vergangenen Quartal zu einem Einbruch des Gewinns um 54 Prozent auf umgerechnet 355 Millionen Euro bei, wie das Management am Freitag mitteilte.

Für das laufende Jahr erwartet es ein Absatzminus in Russland von zwölf Prozent. Kia ist gemeinsam mit dem Schwesterkonzern Hyundai Motor, der bereits am Donnerstag einen deutlichen Ergebnisrückgang mitgeteilt hatte, die Nummer zwei auf dem russischen Automarkt. Dort drückt die allgemeine Konjunkturschwäche massiv auf die Nachfrage.

Ausländische Hersteller, die Fahrzeuge importieren, leiden zudem unter dem gesunkenen Außenwert des Rubel. Sie erlösen weniger mit jedem verkauften Auto oder müssen die Preise erhöhen, was aber Konsumenten zusätzlich vom Kauf abhält.

In Deutschland hatte Kia hat 2014 einen Rückgang der Neufahrzeugzulassungen um 3,8 Prozent auf 53.546 Einheiten verbucht müssen. Der Marktanteil lag damit bei 1,8 Prozent. Die Kia-Bestseller in Deutschland waren im vergangenen Jahr der Cee’d (13.482 Einheiten) und der Sportage (11.983 Stück). Auf Rang drei lag der Picanto (7.542 Zulassungen).

Weltweit verkaufte Kia 2014 insgesamt 2.907.757 Fahrzeuge (+5,9 %). Besonders stark stieg der Absatz in China (+17,5 %) und Nordamerika (+7,0 %). In Europa wurden im vergangenen Jahr 589.775 Kia-Fahrzeuge neu zugelassen, damit lag der Absatz in etwa auf Vorjahresniveau (- 0,1 %).

Insgesamt setzte der Hyundai-Kia-Konzern 2014 rund acht Millionen Fahrzeuge ab und festigte damit seine Position als fünftgrößter Automobilhersteller der Welt. Für 2015 rechnet der Konzern mit einem Gesamtabsatz von 8,2 Millionen Einheiten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Frank G. Heide
Frank G. Heide
Handelsbaltt / Redakteur Auto + Motor

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  • Das größere Problem der DE PKW Industrie ist, sich ein neuen Absatzmarkt für die Oberklassen PKWs zu suchen. Die Halden in Polen oder UK sind auch irgendwann überfüllt. Das andere ist, dass die Chinesen oder Koreaner auf den Russischen Markt noch angreifen können, während die EU Konzerne sehr streng die Sanktionen beachten müssen, weil die ansonsten in den USA verklagt werden.

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