Autobauer
Geschäftsmodelle der Zukunft

Autobauer können sich künftig nicht mehr darauf beschränken, Pkws zu entwickeln, herzustellen und zu verkaufen.
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Düsseldorf.Nach Ansicht von Philipp Grosse Kleimann ist es Zeit zum Umdenken. „Jeder zweite Haushalt in Berlin oder Hamburg hat heute schon kein Auto mehr“, sagt der Partner und Auto-Spezialist bei der Strategieberatung Roland Berger: Viele unter 30-Jährige in den entwickelten Ländern seien als so genannte Digital Natives aufgewachsen. „Ihnen liegen das Internet und mobile Geräte emotional näher als das Auto. Für sie ist es weniger wichtig, ein Auto zu besitzen, sondern vielmehr bei Bedarf eines nutzen zu können.“

Das hat zu radikalen Veränderungen geführt: „Vor zehn Jahren war Car Sharing nicht sexy, sondern eher etwas für Alternative.“ In fünf Jahren erwartet der Berater allein in Deutschland eine Million Car-Sharing-Kunden.

Die bisherige Logik, Autos zu entwickeln, zu produzieren und zu verkaufen, reiche bald nicht mehr aus. „Künftig wird die Branche nicht nur Autos anbieten, sondern Mobilität.“ Die neuen Geschäftsmodelle hängen laut Grosse Kleimann eng mit Stadtwagen zusammen. „Dabei ist die grundsätzliche Herausforderung für die Hersteller: Schaffen sie es selbst, umfassende Mobilitätskonzepte zu integrieren oder werden sie integriert? Oder anders ausgedrückt: Wer besitzt den Kundenzugang?“

Die Kooperation mit Autovermietern, die viele Autobauer unterhalten, sind dem Berater zufolge mit erheblichem Risiko verbunden. „Sie bergen die Gefahr, den Kontakt zum Kunden zu verlieren.“

Tino Andresen
Tino Andresen
Handelsblatt.com / Reporter

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