Autobauer
Opel peilt eine Europa AG an

Opel ist am Zug: Damit der Staat hilft, muss der angeschlagene Autobauer ein zukunftsfähiges Konzept vorlegen. Dazu gehört auch eine neue Konzernstruktur. Nun lotet das Management konkret die Umwandelung des Unternehmens in eine europäische Aktiengesellschaft aus. Das würde neue Wege öffnen.

FRANKFURT/ BERLIN. Nach Informationen des Handelsblatts aus Konzernkreisen prüft das Unternehmen, ob es das europäische Geschäft von Opel im Rahmen seines neuen Zukunftskonzeptes diese neue Rechtsform geben sollte. Endgültige Entscheidungen seien allerdings noch nicht gefallen. Ein Opel-Sprecher wollte zu den Informationen keine Stellung nehmen.

„Eine Opel SE ist eine Option, die ernsthaft diskutiert wird“, sagte jedoch zwei Personen, die mit dem Plan vertraut sind, dem Handelsblatt. Bisher war lediglich unter Experten über einen solchen Schritt spekuliert worden. Opel arbeitet derzeit fieberhaft an einem neuen Sanierungskonzept, das das Management der Regierung in den nächsten Tagen vorlegen will. Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz hatte sich bereits Anfang der Woche für eine europäische Lösung ausgesprochen. Franz gilt bereits seit längerem als ein Befürworter einer europäischen Aktiengesellschaft.

Bisher ist der Autobauer als Adam Opel GmbH organisiert und komplett in der Organisation des Mutterkonzerns General Motors in Europa integriert. Die neue Rechtsform würde den Weg öffnen, um einen Abfluss von Staatshilfen in die GM-Zentrale nach Detroit zu verhindern. So verfügt Opel bislang nicht einmal über ein eigenes Konto.

Dies gilt als eine der ungelösten Knackpunkte bei der möglichen Gewährung einer staatlichen Bürgschaft. Neben dem Versicherungskonzern Allianz haben sich in Deutschland unter anderem bereits der LKW-Bauer MAN, die Holding des Sportwagenherstellers Porsche sowie der Chemieriese BASF für eine Europa AG, die „Societas Europaea“ (SE), entschieden.

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