Autobranche
Daimler verkauft Tesla-Anteile an Abu Dhabi

Erst Mitte Mai war der deutsche Autobauer Daimler beim Elektroautopionier Tesla eingestiegen - nun gibt Daimler 40 Prozent der Anteile wieder ab, an den Staatsfonds Aabar. Der wiederum ist bereits bei Daimler als Anteilseigner an Bord.

FRANKFURT/DUBAI. Zum Kaufpreis machten beide Unternehmen keine Angaben. Das Engagement bei Tesla ist das erste gemeinsame Projekt von Aabar und Daimler seit dem Einstieg der Araber im Frühjahr diesen Jahres. Die Börse reagierte erfreut: Die Daimler-Aktie setzte sich mit einem Plus von vier Prozent zeitweise an die Spitze der Dax-Gewinner.

Der Stuttgarter Konzern war im Mai bei dem US-Nischenanbieter Tesla eingestiegen. Daimler hatte dafür einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag bezahlt. Abu Dhabi habe bereits damals Interesse an einer Beteiligung an der US-Firma bekundet, teilte der Dax-Konzern mit. Tesla sei derzeit der einzige Hersteller, der ein speziell auf Langstrecken ausgelegtes Batteriefahrzeug in Nordamerika und Europa vertreibe.

Dieses Investment eröffne für Daimler und Aabar die Möglichkeit, ihr gemeinsames Interesse an der Entwicklung CO2-armer Antriebssysteme zu bündeln, hieß es in Stuttgart. Schon als Daimler sich am 19. Mai an Tesla beteiligt hatte, sei es das Ziel gewesen, Abu Dhabi mit ins Boot zu nehmen. Nach Klärung vertraglicher Details sei dieser Plan jetzt umgesetzt worden. Der arabische Investor hatte im März für rund zwei Mrd. Euro 9,1 Prozent an Daimler übernommen und ist damit größter Einzelaktionär.

Bereits damals war die Absicht bekundet worden, gemeinsam Elektrofahrzeuge und umweltfreundliche Technologien zu entwickeln. Der Staatsfonds sehe sich der Förderung „sauberer Energien“ verpflichtet, hat Aabar-Chef Khadem Al Qubaisi bereits beim Daimler-Einstieg bekanntgegeben.

Tesla aus dem kalifornischen Silicon Valley beschäftigt sich seit sechs Jahren mit der Entwicklung und Vermarktung schneller Elektroautos. Im Vorjahr kam der zweisitzige Sportwagen Tesla Roadster auf den Markt, eine Limousine soll 2011 folgen. Zu den Tesla-Investoren gehören die Google-Mitgründer Sergey Brin und Larry Page. Die Stuttgarter arbeiten mit Tesla zunächst beim geplanten Elektro-Smart zusammen. Die Fahrzeuge sollen von Ende 2009 an gefertigt werden und bei Flottenversuchen in Berlin und Italien zum Einsatz kommen.

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