Autobranche
Der letzte Rest vom Abwrackfest

Es war ein guter Sommer für die Autobranche. In Westeuropa ist die Zahl der Neuzulassungen deutlich gestiegen - Abwrackprämien und Steuererleichterungen sei Dank. In Spanien stabilisierte sich der Automarkt das erste Mal seit 15 Monaten. Vom Sommer-Run aufs Auto profitierten aber vor allem ausländische Marken aus Asien.

HB BRÜSSEL. Dank staatlicher Anreizprogramme hat die weltweite Pkw-Nachfrage im August nach Verbandsangaben weiter angezogen. In Westeuropa seien die Neuzulassungen um knapp acht Prozent auf rund 770.000 Fahrzeuge gestiegen, teilten die europäische Herstellervereinigung Acea und der deutsche Branchenverband VDA am Dienstag mit. Der VDA erklärte, Abwrackprämien und Steuererleichterungen hätten den Absatz in vielen Ländern gestützt. Seit Anfang des Jahres ist die Zahl der Neuzulassungen aber immer noch um 8,1 Prozent rückläufig.

In den vergangenen beiden Monaten glich ein Anstieg der Neuzulassungen in Westeuropa den Rückgang in den neuen EU-Ländern aus. So wurden im August 7,8 Prozent mehr Autos in Westeuropa zugelassen, während die Zahl in den neuen EU-Mitgliedstaaten um 35,2 Prozent einbrach. Am stärksten stieg die Zahl der Neuzulassungen dank der Abwrackprämie in Deutschland. Aber auch in Großbritannien, Frankreich und Italien entwickelte sich der Neuwagenmarkt besser als noch im Jahr zuvor. In Spanien stabilisierte sich der Automarkt nach 15 Monaten Absatzrückgang.

Für die Europäische Union nannte Acea ein Absatzwachstum von 3,3 Prozent auf 802.838 Autos im August, für ganz Europa waren es plus drei Prozent auf 829.083.

In China und Indien habe auch die Erholung der Gesamtwirtschaft die Nachfrage belebt. In Russland zeichnete sich dagegen kein Ende der Absatzflaute ab: Mit 110.900 verkauften Fahrzeugen lag der Pkw-Absatz um 54 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Unter den deutschen Herstellern verzeichnete Volkswagen im August europaweit den stärksten Anstieg mit 4,1 Prozent auf 194 677 Fahrzeuge - vor allem die Stammmarke Volkswagen war gefragt. Daimler und BMW verzeichneten dagegen einen Rückgang. Bei BMW betrug das Minus 5,4 Prozent, bei Daimler brach die Zahl der neu zugelassenen Autos sogar um 25,5 Prozent auf 34 858 ein. Unter den europäischen Herstellern stach PSA Peugeot Citroen mit einem Plus von 12,6 Prozent auf 104 131 Fahrzeuge hervor. Die europäischen GM-Töchter Opel und Vauxhall konnten die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge um knapp ein Prozent steigern.

Das stärkste Absatzplus verzeichneten im August ausländische Marken wie Nissan, Hyundai und Suzuki - allerdings reichen ihre Marktanteile bei weitem nicht an die der europäischen Hersteller heran.

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