Autobranche
Opel-Interessent Magna macht Verlust

Der an einem Einstieg beim Autobauer Opel interessierte Zulieferkonzern Magna hat angesichts der Branchenkrise zum Jahresauftakt erneut einen Verlust eingefahren. Durch einen drastischen Umsatzeinbruch lag das Minus im ersten Quartal unterm Strich bei 200 Millionen Dollar. Am Opel-Angebot hält Magna aber fest.

OTTAWA. Magna International, einer der weltweit größten Hersteller von Autozubehör, hat im ersten Quartal 2009 einen deutlichen Einbruch bei Umsatz und Gewinn verbucht. Das kanadisch-österreichische Unternehmen teilte am Mittwoch mit, der Umsatz sei gegenüber dem ersten Quartal 2008 um 46 Prozent auf 3,5 Mrd. US-Dollar gefallen. Unter dem Strich stehe daher ein Verlust von 200 Mio. Dollar, berichtete der Konzern, der an einem Einstieg bei Opel interessiert ist. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte Magna noch netto 207 Mio. Dollar verdient.

Damit hat die Krise in der Automobilbranche den Zubehörproduzenten voll erreicht. Vincent Galifi, Vizepräsident und Chief Financial Officer von Magna, sagte, das Unternehmen sehe sich der schlimmsten Lage der Industrie seit Jahrzehnten gegenüber. Angesichts der Unsicherheit über die Erholung des Marktes sei entschieden worden, die Dividende auszusetzen.

Der Verkauf von Autozubehör, von kompletten Fahrzeugen, Ausrüstung und Ingenieurleistungen ging in Nordamerika, Europa und allen anderen Märkten zurück. Die Automobilproduktion sank im ersten Quartal 2009 in Nordamerika um 50 Prozent, in Europa um 40 Prozent, berichtete Magna. Auch gegenüber dem vierten Quartal 2008 war ein Rückgang der Autoproduktion in Nordamerika und Europa zu verzeichnen, wobei in einigen europäischen Ländern wie Deutschland der Rückgang wegen der Abwrackprämie nicht so deutlich ausfiel.

Magna hat weltweit etwa 70 000 Beschäftigte in 240 Produktions- und 85 Entwicklungs-, Ingenieurs- und Verkaufszentren in 25 Ländern. Das Unternehmen hatte am Montag offiziell mitgeteilt, dass es Interesse an einem Einstieg der GM-Tochter Opel hat. Dabei geht es um eine Minderheitsbeteiligung. In seinem Quartalsbericht bestätigt Magna, dass es weiter „potenzielle Alternativen“ bezüglich der Zukunft der Opel AG einschließlich einer möglichen Beteiligung an einer Transaktion überprüft. Chancen und Risiken würden aber von der Art der Beteiligung abhängen, schreibt Magna. Weitere Aufschlüsse über Magnas Opel-Engagement könnte eine Telefonkonferenz der Magna-Führung mit Analysten am Mittwochabend (MEZ) bringen.

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