Autobranche
Wohl und Wehe liegen bei BMW dicht beieinander

Der französische Automarkt ist zurzeit kein gutes Terrain für BMW. Im April musste der deutsche Autobauer ein dickes Absatzminus hinnehmen - anders als etwa Volkswagen. Und dennoch will BMW in seinem Werk in Regensburg die Kurzarbeit vorzeitig beenden.

HB REGENSBURG/DINGOLFING. BMW wird in Frankreich ausgebremst, aber VW gibt in der Krise kräftig Gas. Im April wurden in Frankreich 40,9 Prozent weniger BMW zugelassen als ein Jahr zuvor. Fast so schlimm erwischte es Opel mit einem Einbruch um 39,9 Prozent. Auch Mercedes gehörte mit minus 27,3 Prozent zu den klaren Verlierern. Das teilte der Branchenverband CCFA am Montag in Paris mit.

Der große Gewinner war der VW-Konzern. Die Marke Volkswagen legte um 21,9 Prozent zu, Audi um 21,4 Prozent und SEAT um 24,5 Prozent. Bei den Franzosen gewann Citroën 10,1 Prozent hinzu, was aber den Verlust von 18,9 Prozent bei der größeren Schwestermarke Peugeot nicht wettmachen konnte. Renault verbuchte einen Rückgang um 6,3 Prozent und lag damit etwas besser als der Markt, der insgesamt um sieben Prozent auf 184 706 Neuzulassungen schrumpfte. Bei gleicher Zahl der Verkaufstage hätte der Rückgang nur 2,5 Prozent betragen. Frankreich hatte noch vor Deutschland eine Abwrackprämie für alte Fahrzeuge eingeführt.

Trotz der schlechten Nachrichten aus Frankreich wird BMW wegen der guten Nachfrage nach einzelnen Modellen in seinem Werk Regensburg die Kurzarbeit vorzeitig beenden. "Wir sind jetzt optimistisch, der neue Z4 läuft sehr, sehr gut an", begründete BMW-Personalvorstand Harald Krüger das Ende der Kurzarbeit in der Oberpfälzer Autofabrik. Auch die Nachfrage nach dem kleinsten BMW-Modell, dem 1er, sei gut, sagte Krüger in Dingolfing.

Im Dingolfinger Werk, der weltweit größten BMW-Fabrik, soll allerdings bis Juni weiterhin kurzgearbeitet werden. Die dort produzierten größeren Autos der 5er- und 6er-Reihe seien derzeit weltweit noch nicht wieder so gefragt. Für die Teileproduktion in Landshut und Berlin stehe bei der Frage der Verlängerung der Kurzarbeit eine Entscheidung noch aus. Aufgrund der unsicheren Marktsituation in der Wirtschaftskrise schloss Krüger allerdings weitere Kurzarbeit nicht aus. Dies werde dann in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat entschieden, meinte er.

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