Autoindustrie
Peugeot gibt in Südamerika Gas

Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën hat seine Ziele an den Automärkte in Brasilien und Argentinien nach oben korrigiert. Der Konzern will seine Produktionskapazitäten von derzeit 300 000 auf 500 000 bis zum Jahr 2010 ausbauen – und so den Wettbewerbern Marktanteile abjagen.

RIO DE JANEIRO. Der französische Autokonzern PSA Peugeot Citroën will am starken Wachstum der Automärkte in Brasilien und Argentinien teilhaben. "Wir wollen hier unsere Produktionskapazitäten von derzeit 300 000 auf 500 000 bis zum Jahr 2010 ausbauen", kündigte Vincent Rambaud, Chef für die Region Mercosur, vor internationalen Wirtschaftsjournalisten an. Die Absatzzahlen sollen entsprechend mitwachsen. Damit hat der Konzern seine Ziele vom September nach oben korrigiert, als es noch hieß, der Absatz in der Region soll bis 2010 auf rund 400 000 Autos steigen, um dann einen Marktanteil von elf Prozent nach sieben Prozent 2007 zu erreichen.

Europas zweitgrößter Autokonzern will bis 2010 rund 500 Mill. Dollar in der Region in neue Produktionskapazitäten und neue Modelle investieren. Zwölf neue Autos, darunter ein günstiges Einstiegsmodell, will das Unternehmen bis zu diesem Stichtag auf den Markt bringen.

Argentinien und vor allem der viel größere Automarkt Brasilien gelten bei den Konstrukteuren als wahres Eldorado. Allein bis Ende Oktober wuchs der brasilianische Markt um rund 30 Prozent auf knapp 1,9 Millionen verkaufte Fahrzeuge, in Argentinien legte der Absatz ähnlich stark auf knapp eine halbe Million Wagen zu.

Dank dieser Wachstumszahlen haben alle großen Konstrukteure ambitionierte Investitionspläne für die Region. Volkswagen – hinter Fiat die Nummer zwei – will binnen fünf Jahren eine Mrd. Euro allein in Brasilien investieren. Ford, die Nummer vier in Brasilien, will eine Mrd. Dollar in vier Jahren in neue Modelle und Kapazitäten stecken.

Vor diesem Hintergrund halten Analysten die Wachstumspläne von PSA für zumindest ambitioniert. Denn die französischen Hersteller spielen bislang nur eine Nischenrolle. Jahrelang hatte die Regierung den Markt abgeschottet, was den dort bereits aktiven Anbietern Volkswagen, Fiat, der General-Motors-Tochter Chevrolet und Ford einen Vorsprung verschaffte. Seit Anfang der 90er Jahre ist der Markt für Wettbewerber geöffnet, heute produzieren 16 Hersteller in 24 Fabriken in Brasilien Autos. Der Renner sind kompakte, günstige Autos um die 10 000 Euro Kaufpreis wie der Gol von VW, seit Jahren das meistverkaufte Auto Brasiliens.

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