Autoindustrie
Pkw-Absatzzahlen im Juni geschrumpft

Im Juni sind die Absatzzahlen für Autos in Europa im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Gründe dafür sieht der Verband der Automobilindustrie (VDA) in der geringeren Zahl von Arbeitstagen in einigen Ländern sowie in den Benzinpreisen, die pünktlich vor Beginn der Urlaubssaison noch einmal angehoben worden sind.

HB FRANKFURT. In den EU-15-Ländern sowie in Norwegen und der Schweiz seien insgesamt 1,42 Millionen Fahrzeuge neu registriert worden und damit 4,0 Prozent weniger als vor Jahresfrist, teilte der Verband der Automobilindustrie am Mittwoch in Frankfurt mit. Seit Jahresbeginn ließen die Behörden mit 7,9 Millionen gut ein Prozent mehr Fahrzeuge zu.

In den fünf größten EU-Ländern hatten die Hersteller im ersten Halbjahr größtenteils mit einem schwierigen Markt zu kämpfen. In Spanien schrumpfte der Absatz um ein Prozent, in Frankreich um zwei Prozent und in Großbritannien sogar um vier Prozent. In Deutschland erhöhte sich die Zahl der Neuzulassungen hingegen leicht auf 1,4 Prozent. Allein in Italien steigerten die Autobauer ihren Absatz deutlich: um acht Prozent.

Gegen den Trend verbuchten deutsche Autobauer dank ihrer neuen Modelle in den ersten sechs Monaten deutliche Zuwächse und erhöhten ihren Marktanteil in einigen Ländern. So wurden in Frankreich ein Prozent mehr deutsche Autos verkauft, ihr Marktanteil legte um 0,8 Prozentpunkte auf über 27 Prozent zu. In Spanien und Großbritannien steigerten deutsche Marken den Absatz um jeweils zwei Prozent und erhöhten ihren Marktanteil auf 49 Prozent (plus 1,4 Prozentpunkte) beziehungsweise 40 Prozent (plus 2,3).

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