Autokrise
US-Autogewerkschaften zu Einschnitten bereit

Angesichts der Krise der US-Autobauer sind die Arbeitnehmer zu deutlichen Einschnitten bereit. Die Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) werde auf Arbeitsplatzgarantien verzichten und verspätete Zahlungen an den Krankversicherungsfonds für Rentner akzeptieren, sagte UAW-Chef Ron Gettelfinger.

General Motors, Ford und Chrysler vereinbarten Tarifverträge neu zu verhandeln.

Die großen drei US-Hersteller hatten am Dienstag im Rahmen ihrer Sanierungskonzepte vor dem Kongress angekündigt, die Vereinbarungen mit den Gewerkschaften überarbeiten zu wollen. Viele Experten sehen in den hohen Arbeitskosten einen entscheidenden Nachteil der US-Hersteller gegenüber Rivalen wie Weltmarktführer Toyota. Gettelfinger sagte, die Gewerkschaften müssten sich in der Krise verantwortungsvoll verhalten. Falls GM untergehe, würde der Konzern sicherlich auch Chrysler mit in den Abgrund reißen, sagte der Gewerkschaftschef.

Der gewählte US-Präsident Barack Obama lobte die neuen Sanierungskonzepte von GM, Ford und Chrysler. "Die Chefs dieser Firmen haben ernsthaftere Pläne vorgelegt", sagte er. Ob er die beantragen Finanzhilfen von bis zu 34 Mrd. Dollar befürworte, ließ Obama offen. Entscheidend sei, dass die Unternehmen langfristig überlebensfähig seien, erklärte er. Regierung, Finanz- und Handelsministerium würden die Pläne derzeit prüfen, erklärte eine Sprecherin des Weißen Hauses. Für eine Einschätzung sei es jedoch noch zu früh.

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