Automarkt
Finanzsparte rettet BMW

Obwohl in vielen Automärkten derzeit Gegenwind herrscht, kann BMW die Verkäufe steigern. Der Konzernüberschuss legt auf 1,39 Milliarden Euro zu. Das verdankt BMW vor allem der hauseigenen Finanzsparte.
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MünchenDer Druck auf den Absatzmärkten kann den Absatzzahlen von BMW derzeit noch nichts anhaben, und schlägt sich doch im Konzernergebnis nieder. Im zweiten Quartal schrumpfte das Ergebnis vor Steuern und Abgaben um 8,8 Prozent auf 2,07 Milliarden Euro, über das Halbjahr betrachtet kann BMW ein Ebit von 4,11 Milliarden Euro vorlegen - 6,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Konzernüberschuss kann sich trotzdem sehen lassen und legte im zweiten Quartal auf 1,39 Milliarden Euro zu - etwa neun Prozent mehr als im Vorjahr. Über das Halbjahr gesehen kommt BMW damit auf einen Überschuss von 2,7 Milliarden Euro (plus 2,9 Prozent).

Im Segment Finanzdienstleistungen stieg der Bestand der Leasing- und Finanzierungsverträge auf 3,99 Millionen - ein Plus von 7,9 Prozent. Auch der Umsatz mit den Finanzgeschäften steigt. Der Wert der neu abgeschlossenen Leasing- und Finanzierungsverträge summiert sich auf 19,6 Millionen Euro - 11,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit beläuft sich der Gewinn vor Steuern und Abgaben auf 918 Millionen Euro - 5,9 Prozent mehr.

Trotz erheblichen Gegenwinds in vielen Automärkten in Europa habe BMW ein starkes zweites Quartal eingefahren, sagte Vorstandschef Norbert Reithofer. In der Sparte Automobile liege die operative Rendite mit 9,6 Prozent am oberen Rand des angestrebten Korridors. Im Kernsegment ging allerdings der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 13 Prozent auf 1,756 Milliarden Euro zurück. Hohe Aufwendungen für neue Technologien wie das Elektro- und Karbonauto i3, ein veränderter Modellmix und die Pkw-Flaute in Europa hätten dazu beigetragen.

Mit 954.500 verkauften Fahrzeugen konnte BMW den Rekordabsatz erneut um 6 Prozent übertreffen und bleibt damit Marktführer im Premiumsegment. Dazu trägt vor allem das starke Wachstum der Kernmarke bei: Mit rund 804.200 Verkäufen stieg der Absatz um 7,7 Prozent). Die Marke Mini schrumpft dagegen im ersten Halbjahr um 2 Prozent und verkaufte 148.800 Fahrzeuge. Auch Luxustochter Rolls-Royce kann den Rekordverkauf aus dem Vorjahr nicht halten und verkaufte mit 1.600 Fahrzeugen rund 7,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Trotz des insgesamt steigenden Absatzes, ging der Umsatz im ersten Halbjahr leicht zurück. Mit 37,1 Milliarden Euro liegt er 1,1 Prozent unter dem Vorjahr.

Auch im Motorrad-Segment kann BMW zulegen, über das Halbjahr betrachtet steigen die Verkäufe um 9,7 Prozent auf 59.200 Motorräder.

Die Marktschwäche auf dem Heimatkontinent - wo BMW fast die Hälfte seiner Fahrzeuge verkauft - und der Preisdruck beschäftigten den Konzern auch in der zweiten Jahreshälfte, hieß es. Reithofer bekräftigte aber die Prognose, wonach der Absatz 2013 „im einstelligen Prozentbereich“ auf einen neuen Höchstwert steigen soll. Das Vorsteuerergebnis werde stagnieren.

Außer in neue Modelle und Technik investiere der Konzern viel Geld in seine Werke. In der Sparte Automobile soll die Rendite (Ebit-Marge) zwischen acht und zehn Prozent liegen, bekräftigte er. Im zweiten Quartal erzielte BMW in seinem Kerngeschäft eine Marge vor Zinsen und Steuern von 9,6 Prozent. Das ist weniger als vor Jahresfrist, aber deutlich mehr als die 6,4 Prozent, die Konkurrent Daimler in seiner Pkw-Sparte verbucht hat.

Anm. d. Red.: In der ersten Variante waren die Ergebnisse der Finanzsparte falsch ausgewiesen. Wir möchten uns für diesen Fehler entschuldigen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Ausführungen zur Finanzdienstleistungssparte enthält gramatikalische Fehler. Weiterhin bin ich mir nicht sicher, ob der im Artikel genannte Wert von 1,4 Mrd. EUR stimmt. Der Konzern selbst hat Folgendes veröffentlicht: "In den ersten sechs Monaten des Jahres stieg der Umsatz um 2,3% auf 9.888 ( Vj.: 9.666) Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern kletterte um 5,9% auf 916 (Vj.: 865) Mio. €."
    Dies fällt auf, zumal die Überschrift des Artikels genau diese Tatsache abzielt.

  • in wenigen Monaten sprechen wir uns alle wieder zu Thema Autoabsatz. Die sommerliche Ruhe wird anhalten und man wird sich fragen, wo der Absatz für neue Autos herkommen soll.

    Im meinem weiterem Umfeld sind alle mit neuen Autos bedient. Diese wurden bereits von Ersparnissen bezahlt mit der Erwartung, dass man sich vielleicht nochmal was gönnt da man nicht weiss was kommt.


    Also wo bitte soll eine nennenswerte Autonachfrage kommen????

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