Automobilkonzern
BMW prüft Trennung von IT-Tochter

Der Automobilkonzern BMW prüft die Trennung von der IT-Tochter Cirquent. Die als Softlab firmierende IT-Tochter macht rund 30 Prozent ihres Umsatzes mit BMW. Als aussichtsreichster Kaufinteressent gilt T-Systems, die IT-Service-Tochter der Deutschen Telekom.

DÜSSELDORF/FRANKFURT. Das hat das Handelsblatt aus Branchenkreisen erfahren. BMW wollte die Informationen nicht kommentieren. Ein solcher Schritt käme nicht überraschend. Seit längerem trennen sich die großen Unternehmen von ihren vor Jahren ausgegliederten IT-Bereichen oder reintegrieren diese wieder. Die Hoffnung, durch eine Ausgliederung auch lukrative externe Kunden jenseits des Mutterkonzerns zu finden, hat sich in den meisten Fällen nicht erfüllt. Analysten etwa von Pierre Audoin Consultants gehen davon aus, dass IT-Töchter mindestens 20 Prozent externes Geschäft haben müssen, um sich zu rechnen. Bei Cirquent ist die Situation zudem spezieller als in anderen Fällen. Die bis Ende 2007 als Softlab firmierende IT-Tochter war eine eigenständige IT-Firma, bei der BMW 1992 eingestiegen ist. Sie beschäftigt 1 800 Mitarbeiter und macht weniger als 30 Prozent ihres Umsatzes in Höhe von knapp 300 Mill. Euro mit BMW. Cirquent ist damit nicht die ausgelagerte IT-Abteilung des Konzerns, somit fällt ein Verkauf relativ leicht. Als aussichtsreicher Kaufinteressent wird in der Branche T-Systems gehandelt, die IT-Service-Tochter der Deutschen Telekom. Sie hat mit der ehemaligen Debis (Daimler) und der Gedas (VW) bereits ein starkes Standbein in der Autoindustrie. Auch die Japaner NTT Data werden genannt.

Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur
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