Automobilzulieferer
Bertrand wagt keine Prognose

Der Automobilzulieferer Bertrandt wagt wegen der schweren Absatzkrise auf den Automärkten keine Prognose für die nächsten Monate. Ob und wie sich die Produktionsdrosselungen wichtiger Hersteller auf die Zukunftsinvestitionen und damit auf geplante Projekte auswirkten, könne derzeit nicht seriös eingeschätzt werden, sagte der Vorstandsvorsitzende Dietmar Bichler.

HB STUTTGART. Wenn sich die Konjunktur stabilisiert und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf einem hohen Niveau bleiben, sehe er aber Perspektiven für weiteres Wachstum. Im Geschäftsjahr 2007/08 (30. September) hat der Ingenieurdienstleister für die Automobil- und Luftfahrtindustrie bei Gewinn und Umsatz deutlich zugelegt und fast 1400 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Bisher gebe es keine Anzeichen dafür, dass Autohersteller in großem Stil Entwicklungsleistungen ins eigene Haus zurückholten, sagte der Bertrandt-Chef. Auch größere Zahlungsausfälle wegen der Krise in der Branche habe es bisher nicht gegeben. Er rechne aber damit, dass in den nächsten Monaten kleinere Ausfälle auf Bertrandt zukommen könnten. "Kritisch wird es für uns, wenn unsere Kunden nicht mehr genug Geld haben, in die Zukunft zu investieren", sagte Bichler. "Unsere Achillesferse ist, wenn flächendeckend Projekte gestoppt werden." Er gehe derzeit aber davon aus, dass die Investitionen für Forschung und Entwicklung auf hohem Niveau bleiben.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sei der Überschuss um 14 Mio. Euro auf 36,2 Mio. Euro gestiegen, sagte Bichler. Die Erlöse wuchsen um 94,7 Mio. Euro auf 434,2 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) legte um 19 Mio. Euro auf 51,3 Mio. Euro zu. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte Bertrandt von 4708 auf 6080. Rund 1200 der insgesamt 1372 neuen Arbeitsplätze seien in Deutschland geschaffen worden. Damit beschäftigt das Unternehmen aus Ehningen (Baden-Württemberg) derzeit etwa 5500 Menschen in Deutschland.

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