Autozulieferer
Continental macht operativ wieder Gewinn

Der Autozulieferer Continental hat dank seines rigiden Sparkurses im zweiten Quartal einen kleinen Betriebsgewinn erzielt. Grund zur Entwarnung sieht Unternehmenschef Karl-Thomas Neumann aber noch nicht. Unterdessen weckt der vom Familienunternehmen Schaeffler übernommene Zulieferer offenbar das Interesse arabischer Investoren geweckt.

ax/mcs/HB HAMBURG/HANNOVER. Beim Autozulieferer Continental zeigt der drastische Sparkurs deutliche Wirkung. Nach dem Sturz in die roten Zahlen zum Jahresauftakt machte der Konzern im zweiten Quartal 2009 deutliche Fortschritte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 38,8 Mio. Euro. Das teilte Conti am Montag in Hannover mit. Das Unternehmen legte überraschend zehn Tage früher als geplant Eckpunkte für das zweite Quartal vor. Der hoch verschuldete Konzern steckt derzeit in schwierigen Verhandlungen mit Großaktionär Schaeffler über die Zukunft der beiden Unternehmen. Am 30. Juli kommt der Conti-Aufsichtsrat zu einer möglicherweise entscheidenden Sitzung zusammen.

An der Börse wurden die Zahlen positiv aufgenommen. Die Conti-Aktie stieg am Montagmorgen um zwischenzeitlich fast acht Prozent auf rund 26 Euro. Im ersten Quartal hatte Conti beim EBIT noch einen Verlust von 165 Mio. Euro verbucht. Der früher erfolgsverwöhnte Konzern hatte wegen der schweren Branchenkrise das größte Kostensenkungspaket seiner Geschichte aufgelegt und Werke dicht gemacht. Die Zahl der Beschäftigten sank seit September 2008 weltweit um 16 000 auf derzeit rund 133 000.

Vorstandschef Karl-Thomas Neumann sagte, Conti habe trotz des äußerst schwierigen Marktumfelds und der „derzeitigen Lähmung durch die unklare Zukunft“ seine operativen Ziele erreicht. Es gebe aber keinen Grund zur Entwarnung.

Trotz der Fortschritte im zweiten Quartal schrieb Conti im ersten Halbjahr aufgrund eines drastischen Umsatzeinbruchs insgesamt rote Zahlen. Das EBIT lag bei minus 126,2 Mio. Euro, nach plus 912,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank in den ersten sechs Monaten um fast ein Drittel auf rund neun Mrd. Euro. Der detaillierte Quartalsbericht wird am 30. Juli veröffentlicht. Zahlen zum Beispiel zum Ergebnis unterm Strich nannte Conti zunächst nicht.

Im Poker mit Schaeffler über die künftigen Strukturen will Conti-Chef Neumann dem Aufsichtsrat am 30. Juli verschiedene Zukunftsszenarien präsentieren. „Wir gehen auch weiterhin davon aus, dass in der kommenden Aufsichtsratssitzung eindeutige Weichenstellungen für die Zukunft der Continental getroffen werden.“

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