Autozulieferer
Mahle leidet unter Atomkatastrophe und Rohstoffkosten

Im ersten Halbjahr haben die Atomkatastrophe in Japan und steigende Rohstoffkosten den Autozulieferer Mahle unter Druck gesetzt. Das Unternehmen rechnet außerdem mit einer schwächeren zweiten Jahreshälfte.
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StuttgartDie Atomkatastrophe in Japan und steigende Rohstoffkosten haben den Autozulieferer Mahle im ersten Halbjahr belastet. Zudem rechnet das Unternehmen mit einer schwächeren zweiten Jahreshälfte.

Dennoch geht der Kolbenspezialist für das Gesamtjahr 2011 von einem kräftigem Plus beim Umsatz und auch einer Gewinnsteigerung aus, wie Mahle-Chef Heinz Junker am Montag In Stuttgart berichtete. Demnach schraubte der Zulieferer seine Erlöse in den ersten sechs Monaten auf 2,97 Milliarden Euro - plus 19 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Währungsschwankungen und ohne den Anteil des in Teilen schon integrierten Kühlerspezialisten Behr ergab sich ein organisches Umsatzwachstum von knapp 16 Prozent.

Am Jahresende will Mahle der Vorhersage nach bei 5,8 Milliarden Euro Umsatz landen. Das wären etwa elf Prozent Plus im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn (2010: 177 Mio Euro) solle auch zulegen - Details nannte Junker nicht.

Japan steht nach seinen Worten für 700 Millionen Jahresumsatz. Von der dortigen Tsunami-Katastrophe waren auch Mahle-Werke betroffen, es gab Produktionsausfälle und Engpässe. Die weltweiten Belastungen steigender Rohstoffkosten, etwa bei Kupfer oder Kunststoff, bezifferte Junker für das erste Halbjahr auf einen zweistelligen Millionenbetrag - Tendenz steigend.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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