Autozulieferer
Norma will durch Zukäufe weiter wachsen

Nach dem Rekordjahr 2013 will der Autozulieferer seinen Umsatz in diesem Jahr noch mal toppen. Auch Zukäufe sollen das Wachstum sichern. Selbst die Krim-Krise scheint Norma nicht aufzuhalten.
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FrankfurtDer Industrie- und Autozulieferer Norma will nach dem Rekordjahr 2013 weiter Gas geben. Weil die Weltwirtschaft auf Erholungskurs sei, erwarte der Konzern im laufenden Jahr ein Umsatzwachstum zwischen vier und sieben Prozent, teilte das auf Befestigungsschellen und Verbindungen für Rohre und Schläuche spezialisierte Unternehmen am Donnerstag mit. 2015 soll sich das Wachstum nochmals beschleunigen. Zukäufe seien darin nicht eingerechnet, betonte Konzernchef Werner Deggim in einem Reuters-Interview. „An unserer Strategie, auch durch Akquisitionen zu wachsen, hat sich nichts geändert.“ Norma habe dabei alle Regionen im Blick. „Wir haben eine große Liste, da steht eine Menge drauf.“

Das Unternehmen aus Maintal bei Frankfurt hat sein Produktportfolio und seine geografische Präsenz immer wieder durch Zukäufe gestärkt, zuletzt in Polen und Malaysia. Norma hat Produktionsstätten in 16 Ländern, darunter Russland. Von der Krim-Krise befürchtet der Vorstandschef jedoch keine großen Rückschläge für sein Geschäft. „Wir erzielen rund zwei Prozent unseres Umsatzes in Russland. Wirtschaftssanktionen würden uns nicht gravierend treffen“, sagte Deggim. Es gebe derzeit keine Pläne für weitere Investitionen, die nun zurückgestellt würden. „Wir waren von Anfang an vorsichtig mit Investitionen in Russland“, fügte er hinzu.

Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz auch dank Zukäufen um gut fünf Prozent auf 635,5 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) kletterte um sieben Prozent auf 112,6 Millionen Euro. Die Ebita-Marge erhöhte sich so auf 17,7 von 17,4 Prozent. Im laufenden Jahr soll die Ebita-Marge erneut über 17 Prozent liegen. Zum Wachstum sollen alle drei Regionen beitragen. Norma macht rund 60 Prozent seines Umsatzes in Europa, 30 Prozent in Nordamerika und rund zehn Prozent in Asien. Dort will der Konzern den Umsatz 2014 um zehn Prozent steigern, für Europa stellte er ein solides Wachstum, für Nordamerika ein leichtes Umsatzplus in Aussicht.

Den Aktionären will Norma für das Rekordjahr 2013 eine Dividende von 0,70 Euro (Vorjahr: 0,65 Euro) je Aktie zahlen. Die im MDax gelisteten Aktien lagen 2,4 Prozent im Minus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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