Autozulieferer
Yen-Schwäche lässt Umsatz von Mahle schrumpfen

Der Umsatz des Autoherstellers Mahle ist um 174 Millionen Euro zurückgegangen. Schuld soll die Währungsschwäche in Japan und Brasilien sein. Mahle ist nicht die einzige deutsche Firma, die dadurch unter Druck gerät.
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StuttgartDie Währungsschwäche in Japan und Brasilien macht dem Autozulieferer Mahle zu schaffen. Der Umsatz des auf Kolben und Filter spezialisierten Herstellers ging im ersten Halbjahr um knapp 174 Millionen Euro auf 3,03 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen am Montag in Stuttgart mitteilte. Gut die Hälfte des Rückgangs liege vor allem an der Abwertung des japanischen Yen und des brasilianischen Real. Die von der Regierung gesteuerte Verbilligung des Yen habe das kräftige Wachstum in Asien mehr als wett gemacht. So wie Mahle kommen viele deutsche Exportfirmen im Preiskampf mit japanischen Konkurrenten unter Druck.

Für das zweite Halbjahr hat sich Mahle aber eine Aufholjagd vorgenommen, sodass die Erlöse im Gesamtjahr auf dem Niveau von 2012 gehalten werden sollen. Im vergangenen Jahr hatte der Autozulieferer den Umsatz um drei Prozent auf knapp 6,2 Milliarden Euro gesteigert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 267 Millionen Euro.

Den Umsatz stärken wird ab Oktober die Übernahme des Familienunternehmens Behr. Der Erwerb von 51 Prozent an dem Kühler- und Klima-Spezialisten könne nach Zustimmung aller Kartellbehörden zum 30. September vollzogen werden, erklärte Mahle. Der neue Konzern wird nach Continental /Schaeffler, Bosch und ZF Friedrichshafen zum viertgrößten deutschen Autozulieferer. "Für die kommenden Jahre wird mit nachhaltig profitablen Umsätzen von mehr als zehn Milliarden Euro gerechnet", bekräftigte Mahle. Von derzeit knapp 48.000 Beschäftigten wird die Belegschaft durch die Übernahme auf 65.000 Mitarbeiter wachsen, davon etwa 17.000 in Deutschland.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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