Babymilch-Verunreinigung
Italien prüft Klage gegen Nestle-Chef

Im Skandal um verunreinigte Babymilch des Schweizer Nahrungsmittelherstellers Nestle hat der italienische Gesundheitsminister Francesco Storace eine Klage gegen Konzern-Chef Peter Brabeck angekündigt.

HB ROM. „Herr Brabeck wird wegen seiner äußerst schwerwiegenden Äußerungen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters angeklagt und das gleiche wird mit jedem geschehen, der weiterhin diese völlig haltlosen Fantasien verbreitet“, warnte der Minister am Mittwoch.

Er wies Behauptungen Brabecks als falsch zurück, wonach Nestle noch bevor die Verunreinigung öffentlich geworden sei, mit der EU und dem italienischen Gesundheitsministerium vereinbart habe, die jetzt beanstandeten Produkte auslaufen zu lassen und den Fertigungsprozess für die Verpackung zu ändern.

Zuvor hatte bereits Landwirtschaftsminister Gianni Alemanno das Verhalten des Nestle-Chefs als inakzeptabel kritisiert.

Dessen Äußerungen in diesem Zusammenhang seien gravierend und peinlich, sagte Alemanno. Brabeck hatte den Rückruf von Babymilch in Italien und anderen EU-Ländern als „Sturm im Wasserglas“ bezeichnet.

Es gebe keine Risiken für die Bevölkerung, sagte der Nestle-Chef auf einer Veranstaltung in Zürich. Auch die EU-Kommission bezeichnete Gesundheitsgefahren durch die verunreinigte Säuglingsnahrung als unwahrscheinlich.

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