Bandai-Offerte abgelehnt
Zapf-Aufsichtsrat hofft auf besseres Übernahmeangebot

Der Aufsichtsrat von Zapf Creation hat das Übernahmeangebot des japanischen Spielwaren-Konzerns Namco Bandai abgewiesen, gleichwohl Aufsichtsratschef Martin Gruschka und der Vorstand sich dafür ausgesprochen haben. Die Kontrolleure rechnen nicht zuletzt durch das Auftauchen eines neuen Bieters mit einem besseren Preis.

HB MÜNCHEN. Die Mehrheit im Aufsichtsrat lehne die Offerte ab, teilte Zapf am Montag in Rödental bei Coburg mit. Die meisten Aufsichtsräte sähen ein höheres Potenzial für die Aktie als die von Bandai gebotenen 10,50 Euro, zumal der US-Puppenhersteller MGA Entertainment bei seinem überraschenden Einstieg offenbar mehr bezahlt habe für seinen gut 18-prozentigen Anteil.

Der Vorstand wies dagegen darauf hin, dass MGA kein konkretes Angebot vorgelegt habe und es bisher nicht zu einem Gespräch mit dem Führungsgremium des US-Konzerns über mögliche Synergieeffekte gekommen sei. Das Bandai-Angebot sei das beste gewesen. Auf eine Empfehlung an die Aktionäre, ihre Papiere Bandai anzudienen, will sich der Zapf-Vorstand aber angesichts eines möglichen Bieterkampfes nicht festlegen. Der Aufsichtsrat empfahl den Aktionären, ihre Aktien zunächst zu behalten.

Der Kurs der Zapf-Aktie gab am Montag um 0,7 Prozent nach, lag mit 11,02 Euro aber weiter über dem Angebot aus Japan.

Bandai, der Hersteller von „Power-Rangers“-Spielpuppen und des elektronischen Haustiers „Tamagotchi“, hatte Mitte Juni ein Angebot für Zapf abgegeben, das den „Baby-Born“-Produzenten mit 78 Mill. Euro bewertet. MGA konterte vergangenen Woche mit seinem Einstieg und dem Angebot einer Vertriebskooperation. Das US-Unternehmen ist in Amerika mit seinen „Bratz“-Modepuppen derzeit sehr erfolgreich.

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