Baukonzern verdoppelt operativen Gewinn
Bilfinger Berger für 2003 optimistischer

Das florierende Geschäft mit Dienstleistungen soll Deutschlands zweitgrößtem Bauunternehmen Bilfinger Berger im laufenden Jahr zu einem deutlich steigenden operativen Ergebnis verhelfen. Auch die Leistung soll stärker steigen als bisher geplant.

Reuters MANNHEIM. In den ersten sechs Monaten habe sich das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) auf zehn Mill. € verdoppelt, teilte die im Nebenwerteindex MDax gelistete Gesellschaft am Donnerstag in Mannheim mit. Die Leistung kletterte um 20 % auf 2,54 Mrd. €, weil sich das Dienstleistungsgeschäft nach den jüngsten Zukäufen mehr als vervierfachte. Der Auftragseingang im Konzern stieg im Halbjahr um sieben Prozent auf 2,92 Mrd. €. Der Auftragsbestand habe bis Ende Juni um 13 % auf 5,55 Mrd. € zugelegt und sei so hoch wie nie zuvor.

Statt mit einer Leistung von 5,2 (Vorjahr: 4,9) Mrd. € rechnet Vorstandschef Herbert Bodner nun für das Gesamtjahr mit einem Zuwachs um zehn Prozent auf 5,4 Mrd. €. Das Ebita werde 2003 deutlich steigen, hieß es im Halbjahresbericht. Bis dato hatte sich Bilfinger Berger nur auf einen nicht näher bezifferten operativen Ergebniszuwachs festgelegt.

Die Dienstleistungen sollen 2003 knapp die Hälfte zum Ebita und ein Viertel zur Gesamtleistung des Konzerns beitragen. Im Hoch- und Industriebau rechnet Bilfinger Berger dagegen nur mit einer stagnierenden Leistung, aber einem gegenüber Vorjahr (acht Mill. €) verbesserten operativen Ergebnis. Im Ingenieurbau werde das Vorjahresergebnis von 43 Mill. € hingegen wohl nicht erreicht, die Leistung solle aber ebenfalls stabil bleiben. Der Konzern halte sich angesichts der Krise am Bau bewusst zurück.

Ein negatives Zinsergebnis bescherte Bilfinger Berger in den ersten sechs Monaten nur noch ein Ergebnis nach Steuern von acht (Vorjahr bereinigt: 13) Mill. €. Am Jahresende werde der Überschuss jedoch deutlich höher ausfallen als 2002. Dafür sorge schon der steuerfreie Ertrag von 235 Mill. € aus dem Verkauf der Buderus-Anteile an Bosch, der dem Konzern im dritten Quartal zufließt. 2002 hatte Bilfinger Berger 161 Mill. € aus dem Verkauf seiner Aktien an der Dresdner Bank an die Allianz vereinnahmt.

Nach dem Buderus-Verkauf sitzt Bilfinger Berger nach eigenen Angaben auf einem Berg von liquiden Mitteln über 1,08 Mrd. €. Mit Zukäufen will sich Vorstandschef Bodner jedoch Zeit lassen.

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