Baustoffe
Heidelberg Cement hofft trotz Krise

Beim hochverschuldeten Baustoffkonzern Heidelberg Cement haben die weltweite Rezession und der lange Winter wie bei den Konkurrenten voll durchgeschlagen. Dennoch sieht sich das Unternehmen auf einen guten Weg, seine Finanzierungsprobleme in den Griff zu bekommen.

HB LEIMEN. Zum Jahresauftakt rutschte die im MDax notierte Gesellschaft wie erwartet in die roten Zahlen. Der Umsatz ging mehr als ein Fünftel zurück. Und eine Besserung ist momentan nicht in Sicht. "Die tiefe Rezession dürfte sich in den nächsten Monaten fortsetzen", schrieb HeidelbergCement-Chef Bernd Scheifele am Donnerstag in einem Brief an seine Aktionäre.

Aufgrund des anhaltenden Abschwungs erwartet HeidelbergCement für das laufende Geschäftsjahr einen Rückgang beim Umsatz (Vorjahr: 14,2 Mrd. Euro) und operativen Ergebnis (2,1 Mrd. Euro). Eine konkrete Prognose sei wegen der großen Schwankungen der Parameter nicht möglich, so Scheifele. Allerdings sieht der Firmenchef sein Unternehmen wegen der bereits eingeleiteten Sparmaßnahmen und Kapazitätsanpassungen gut aufgestellt.

Das Management hat schon im Sommer 2008 das "Fitnessprogramm 2009" aufgelegt, mit dem die Kosten jährlich um 250 Millionen Euro reduziert werden sollen. Die Kostensynergien aus der Hanson-Übernahme sollen nach früheren Angaben von 135 auf 250 Millionen Euro steigen. Mit ersten Impulsen aus den weltweiten Konjunkturprogrammen rechnet Scheifele weiterhin ab frühestens der zweiten Jahreshälfte. Die Aktie stieg im frühen Handel um 0,78 Prozent auf 41,37 Euro.

Von Januar bis März wie die Heidelberger Baustoffgruppe einen Verlust nach Minderheiten von 63 Millionen Euro aus. Analysten hatten jedoch mit einem noch deutlicheren Minus gerechnet. Im Vorjahr hatte Heidelberg Cement wegen des Verkaufs seiner Baustofftochter maxit noch einen Gewinn von 1,264 Milliarden Euro ausgewiesen. Auch beim Konkurrenten Lafarge aus Frankreich und bei der deutschen Buzzi-Tochter Dyckerhoff stand im ersten Jahresviertel ein Verlust.

Seite 1:

Heidelberg Cement hofft trotz Krise

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%