Bauwirtschaft
M+W Zander soll bei Züblin mitbieten

Der Stuttgarter Reinraumhersteller M+W Zander ist nach Medienberichten dem Gebot der Industriellenfamilie Lenz und eines US-Finanzinvestors für 49 Prozent der Anteile am Baukonzern Züblin beigetreten.

HB STUTTGART. Die Anteile stammen aus dem Besitz des insolventen Baukonzerns Walter und sind derzeit an die BayernLB verpfändet, die in Kürze über den Verkauf entscheiden will. Neben der Gemeinschaft um Lenz bietet auch der österreichische Bauriese Strabag für die Züblin-Anteile.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters hat sich das Volumen des Lenz-Gebots durch die M+W-Beteiligung nicht geändert. Die Offerte werde aber dennoch attraktiver: Der Reinraumhersteller, eine Tochter des Thüringer Technologiekonzerns Jenoptik, tritt weltweit als Generalunternehmer beim Bau kompletter Chipfabriken auf und arbeitet dabei mit Bauunternehmen zusammen. Mit Züblin würde sich M+W Zander einen exklusiven Partner sichern. Die BayernLB hatte bei vergleichbaren Geboten auch das bessere industrielle Konzept für Züblin als Faktor für die Entscheidung genannt, was bislang immer als Vorteil für das Strabag-Angebot galt.

Als Favorit für den Zuschlag der Züblin-Beteiligung galt in Finanzkreisen stets die Strabag, die über ihre gleichnamige Kölner Tochter bereits wesentliche Teile des insolventen Walter-Bau-Konzerns übernommen und dabei auch einen Anteil von etwa fünf Prozent an Züblin erworben hatte. Mit dem Kauf von Züblin will Strabag ihre führende Position auf dem Baumarkt im Inland ausbauen.

Die Familie Lenz bietet nach früheren Angaben aus Branchenkreisen 62 Mill. Euro und damit vier Mill. Euro mehr als die Strabag, die aber eine geringfügige Aufstockung des Gebots in Aussicht gestellt hatte.

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