Premium Bayer-Blutgerinnungshemmer Schnelle Entwarnung für Xarelto macht Experten stutzig

Die Arzneimittelbehörde EMA hat Bayer im Fall des Top-Medikaments Xarelto entlastet. Doch das Verhalten von Konzern und Behörden wirft Fragen auf. Experten fordern eine unabhängige Untersuchung. Der Fall ist heikel.
Das Verhalten des Konzern und der Behörden beim Medikament Xarelto wirft Fragen auf. Quelle: Reuters
Das Bayer-Logo im Werk Wuppertal

Das Verhalten des Konzern und der Behörden beim Medikament Xarelto wirft Fragen auf.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfNoch gibt es keine Entscheidung aus Amerika. Dort, bei der US-Arzneimittelbehörde FDA, liegt noch immer der Fall von Bayers Top-Umsatzbringer Xarelto. Seit Monaten untersuchen die Gesundheitswächter, welche Folgen der Einsatz defekter Testgeräte zur Blutgerinnungsmessung für die Zulassungsstudie der Schlaganfall-Arznei hat. 

Auch die europäische Arzneimittelbehörde EMA nahm sich den Fall im Oktober 2015 vor – und hat nun überraschend schnell Entwarnung für Europa gegeben. „Jegliche inkorrekte Messungen mit dem defekten Apparat hätten auf die Ergebnisse der Studie nur einen unwesentlichen Einfluss“, teilte das Amt kürzlich mit. „Die Sicherheit von Xarelto bleibt unverändert.“

 
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