Becton Dickinson kauft C R Bard
Milliarden-Übernahme in US-Gesundheitsbranche

Der Medizintechnik-Hersteller Becton Dickinson übernimmt den Rivalen C R Bard. Die Spitzen beider US-Unternehmen stimmten dem Milliardendeal zu. Der Zusammenschluss soll die Chancen für Wachstum im Ausland erhöhen.
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New YorkMega-Übernahme in der US-Medizintechnik-Branche: Der Konzern Becton Dickinson (BD) kauft für 24 Milliarden Dollar den Rivalen Bard und will damit seine hochprofitablen Sparten Chirurgie und Tumorbehandlungen stärken. Die Pläne trieben am Montag auch die Aktien des weltgrößten Dialyse-Konzerns FMC aus Deutschland an, die rund ein Prozent zulegten. Die US-Fusion könne das Umfeld für FMC aufhellen, sagten Händler.

BD erklärte am Sonntag, mit Hilfe von Bard als Spezialist für Medizintechnik in den Bereichen Urologie, Onkologie und Gefäßerkrankungen seine Wachstumsmöglichkeiten im Ausland verbessern zu wollen, etwa in China. Die Führungsgremien beider Konzerne hätten dem Deal bereits zugestimmt. Er solle im Herbst abgeschlossen werden. Durch die Fusion sollen jährlich rund 300 Millionen Dollar Kosten eingespart werden. BD beschäftigt nach eigenen Angaben rund 40.000 Mitarbeiter in rund 50 Ländern, Bard 12.000 in 28 Ländern.

In der Branche gab es in den vergangenen Jahren immer wieder sehr große Übernahmen. Erst im Januar wurde der Hersteller St. Jude Medical für 25 Milliarden Dollar vom Pharmakonzern Abbott geschluckt. 2015 kaufte Medtronic den Rivalen Covidien für rund 49 Milliarden Dollar. BD selbst erwarb vor zwei Jahren den Anbieter Carefusion für zwölf Milliarden Dollar.

BD bietet 317 Dollar pro Bard-Aktie in bar und eigenen Papieren. Das entspricht einem Aufschlag auf den Bard-Aktienkurs zum Handelsschluss am Freitag von 25 Prozent. BD ließ sich bei dem Deal in Finanzfragen von der Citigroup und Perella Weinberg Partners beraten, Bard von Goldman Sachs.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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