Bericht des "Wall Street Journal"
Altana bietet angeblich den halben Konzern feil

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Altana will laut eines Zeitungsberichts sein Pharmageschäft für sieben Milliarden Dollar verkaufen. Damit bliebe Altana nur noch das Chemiegeschäft. Das sollte aber eigentlich 2006 an die Börse gebracht werden. Altana wollte dies nicht näher kommentieren.

HB FRANKFURT. „Im August haben wir gesagt, dass wir unser Pharmageschäft auch durch Akquisitionen, durch Einlizenzierung neuer Produkte oder Produktkandidaten sowie mittels Kooperationen oder strategischer Allianzen mit anderen Unternehmen stärken wollen“, sagte ein Sprecher. Dafür stehe mehr als eine Milliarde Euro bereit. Altana ist zu 50,1 % in Besitz von Susanne Klatten, eine Erbin der Unternehmerfamilie Quandt, die auch bei BMW Großaktionär ist.

Die Altana-Aktie legte bis zum Nachmittag 2,2 % auf 46,40 € zu und war stärkster Gewinner im Deutschen Aktienindex. Altana sei an größere Konkurrenten herangetreten, um seine Pharmasparte anzubieten, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf „mit dem Vorgang vertraute Personen“. Altana wolle das Geschäft, das zuletzt auf einen Jahresumsatz von etwas mehr als zwei Mrd. € kam, in einem Auktionsverfahren verkaufen, halte sich aber auch einen Rückzieher offen.

Altana hatte erst im August die Übernahme der Fürther Chemiefirma Eckart angekündigt. Im Zuge der größten Akquisition der Firmengeschichte will Altana sich aufspalten und seine Chemiesparte, die im vergangenen Jahr 854 Mill. € zum Konzernumsatz beigetragen hatte, 2006 an die Börse bringen. Die Pharmasparte hatte zuletzt Rückschläge erlitten. Die erhoffte Zulassung für das Atemwegspräparat Alvesco, das in Europa bereits auf dem Markt ist, zieht sich in den USA noch hin. Zudem hat der US-Konzern Pfizer die Kooperation mit Altana bei dem zweiten Hoffnungsträger Daxas gegen Raucherlunge beendet. Mit beiden Medikamenten will Altana künftig Umsätze auf Blockbuster-Niveau von jährlich jeweils einer Milliarde Euro erzielen. Bislang erlöst die Pharmasparte den Löwenanteil mit dem lukrativen Magenmittel Pantoprazol. Für dieses läuft zum Ende des Jahrzehnts der Patentschutz ab. Das Mittel steht zudem schon länger in starkem Wettbewerb mit anderen Magenpräparaten.

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