Besserer Zugang
Deutsche Konzerne schmieden Rohstoff-Allianz

Die Sorge um den künftigen Zugang zu Rohstoffen treibt viele deutsche Firmen in eine neue landesweite Allianz. Jetzt haben sich zwölf Konzerne zusammengeschlossen, wie das Handelsblatt erfuhr. Und das ist nur der Anfang.

BerlinNamhafte deutsche Konzerne wollen künftig gemeinsam um den Zugang zu knappen Rohstoffen kämpfen. Im Frühjahr soll die "Allianz zur Rohstoffsicherung" starten. Zwölf Unternehmen haben nach Informationen des Handelsblatts aus Wirtschaftskreisen ihre Beteiligung an der Allianz fest zugesagt, darunter erste Adressen der deutschen Wirtschaft wie BASF, Evonik und Thyssen-Krupp, aber auch größere Mittelständler. Die Allianz steht weiteren Unternehmen offen. Unterstützt wird das Vorhaben von der Bundesregierung, koordiniert vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).

Die pure Not treibt die Unternehmen zur Kooperation. Die Situation an den Rohstoffmärkten ist angespannt. Preissteigerungen an den Börsen sowie eine wachsende Zahl von Handelsbeschränkungen verunsichern die Unternehmen. In der Allianz wollen sie ihre Kräfte bündeln.

Daraus soll sich später eine global agierende Rohstoffgesellschaft entwickeln. Die Gesellschaft soll Vorkommen erkunden, sich an Explorationen beteiligen und dabei "marktübliche Renditen" erzielen. Die Initiatoren wünschen sich keine Kapitalbeteiligung des Bundes, wohl aber eine "politische Flankierung".

Unter den zwölf Unternehmen befinden sich Dax-Konzerne, aber auch mittelgroße Unternehmen, die nicht an der Börse notiert sind. Die Bundesregierung will die Bemühungen der Wirtschaft politisch flankieren.

Politik und Wirtschaft eint die Angst vor Versorgungsengpässen. Handelsbeschränkungen durch wichtige Rohstoffexporteure wie China sowie stark steigende Preise machen vielen Unternehmen im rohstoffarmen Deutschland zu schaffen. Vor Monaten entstand daher die Idee, bei der Rohstoffsuche und -beschaffung eine Allianz zu schmieden.

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