Bestechungsvorwurf
Zweite Klage gegen Novartis in USA

Eine Tochterfirma von Novartis soll in den USA Schmiergelder in Millionenhöhe an Ärzte gezahlt haben, damit diese vor allem Novartis-Medikamente verschreiben. Nun hat die Staatsanwaltschaft erneut Anklage erhoben.
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New YorkDer Schweizer Pharmakonzern Novartis sieht sich in den USA in einem zweiten Fall dem Vorwurf der Bestechung ausgesetzt. Die Staatsanwaltschaft erhob am Freitag Anklage gegen eine im US-Bundesstaat New Jersey ansässige Novartis-Tochtergesellschaft. Sie wirft dem Unternehmen Schmiergeldzahlungen in Höhe von mehreren Millionen Dollar an Ärzte vor.

Die Mediziner sollen als Gegenleistung verstärkt Novartis-Medikamente unter anderem gegen Bluthochdruck und Diabetes verschrieben haben, deren Kosten dann staatliche Krankenversicherungen übernommen hätten. Novartis weist die Vorwürfe zurück und kündigte an, sich vor Gericht zur Wehr zu setzen.

Der Klage schlossen sich mehr als zwei Dutzend US-Bundesstaaten an. Sie geht ursprünglich auf einen ehemaligen Pharmavertreter zurück, der auf die angeblichen Missstände aufmerksam gemacht hat. Er könnte nach einem speziellen Gesetz für solche sogenannten "Whistleblower" einen Anteil von möglichen Schadenersatzzahlungen an die US-Behörden bekommen.

Erst am Dienstag hatte die Staatsanwaltschaft in einem anderen Fall Betrugsklage gegen Novartis eingereicht. Der Vorwurf: Eine Tochter des Unternehmens habe Apothekern Schmiergelder gezahlt, damit diese Nierentransplantationspatienten ein Novartis-Mittel statt Konkurrenz-Arzneien verkauften. Novartis wies auch diese Vorwürfe zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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