Betriebsversammlung
VW-Vorstand droht mit Abwanderung

VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard hat die Belegschaft dazu aufgerufen, bei der Sanierung der Kernmarke des Volkswagen-Konzerns Unterstützung zu leisten.

HB WOLFSBURG. Abermals machte er indirekt auch die Produktion des Golf in Wolfsburg von längeren Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich abhängig. Der Chef des Betriebsrats Bernd Osterloh forderte, das Management solle „nicht mit Drohungen die Belegschaft verunsichern, stattdessen Perspektiven bieten.“

Nach Angaben aus Teilnehmerkreisen wurden die Ausführungen Bernhards mit Buh-Rufen und Pfiffen quittiert. „Das ist bei den Leuten nicht gut angekommen“, hieß es. Die Beschäftigten hätten ihrem Unmut lautstark Ausdruck verliehen. In Wolfsburg protestierten zudem vor Beginn einer vierten Verhandlungsrunde für die rund 3 800 Beschäftigten von „Auto 5000“ die Arbeitnehmer gegen Einkommens- und Urlaubskürzungen. Die Belegschaft habe „geschuftet bis die Schwarte kracht“ und werde keine Einschnitte hinnehmen, sagte der IG Metall- Bezirksvorsitzende Hartmut Meine.

Eine Einigung wurde bei den Tarifverhandlungen nicht erwartet. Die IG Metall fordert fünf Prozent Einkommenserhöhungen. Das Tarifsystem „Auto 5000“ sieht einheitliche Entlohnung der Beschäftigten auf dem Niveau des Flächentarifvertrages und eine hochflexible 35-Stunden- Woche vor. Das Lohnniveau liegt damit etwa um 20 Prozent unter dem des alten Haustarifvertrages bei VW.

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