Bilanz 2006
GEA verdient operativ besser als gedacht

Der Spezialmaschinen- und Anlagenbauer GEA Group hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr verdient als von Analysten erwartet.

dpa-afx DÜSSELDORF. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) aus dem fortgeführten Geschäft sei im Vergleich zum Vorjahr von 225,3 auf 298,2 Mill. Euro gestiegen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mit. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten mit einem Anstieg auf 284,1 Mill. Euro gerechnet. Der Umsatz kletterte von 3,391 Mrd. auf 4,346 Mrd. Euro. Hier hatten Analysten 4,118 Mrd. Euro erwartet.

Für die kommenden zwei Jahre rechnet das Unternehmen mit weiteren Verbesserungen bei Umsatz und Ergebnis. Sowohl im laufenden Jahr als auch 2008 peilt GEA einen Umsatzanstieg von fünf bis zehn Prozent gegenüber 2006 an. Das operative Ergebnis werde überproportional dazu wachsen. "Aus heutiger Sicht wird für 2007 die Zahlung einer Dividende wieder aufgenommen", hieß es. Die Ebit-Marge soll sich in den nächsten drei Jahren von heute 6,9 Prozent auf über acht Prozent verbessern. "Nach dem Verkauf des Großanlagenbaus wird die GEA Group ein durch und durch gesunder und äußerst profitabler Konzern sein", sagte Vorstandschef Jürg Oleas. Die neue Konzernstruktur werde ein Garant für starkes Wachstum vor allem der Ebit-Margen sein.

Als Basis für den positiven Ausblick nannte GEA den hohen Auftragseingang 2006. Er sprang um mehr als ein Drittel von 3,684 Mrd. auf 4,978 Mrd. Euro.

GEA steht kurz vor dem Verkaufsabschluss der verbleibenden Großanlagenbau-Töchter. Sowohl für Lurgi als auch für Lentjes sei jeweils ein "agreement in principle" vereinbart worden, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Bochum mit. Die wesentlichen Themen seien vereinbart. "Es gibt noch wenige Punkte, die sorgfältig abgearbeitet werden müssen, bevor die Verträge unterschrieben werden und die Kartellgenehmigungen eingeholt werden können."

Die Ergebnisse aus beiden Transaktionen fallen laut GEA in zwei verschiedene Geschäftsjahre. Entsprechend sei das Ergebnis 2006 von den Verlusten und Vorsorgeaufwendungen aus dem Verkauf der Lentjes Gmbh belastet, während die erwarteten Erträge aus dem Verkauf der Lurgi AG erst in 2007 bilanziert werden dürften.

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