Bilanz 2011
Winterkorn feiert Rekordgewinn für VW

VW hat überraschend früh Bilanz für 2011 gezogen - und die fällt glänzend aus: Europas größter Autobauer hat im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn erzielt. Anleger geraten dennoch nicht in Euphorie.
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Wolfsburg/HannoverVolkswagen hat die Konkurrenz mit einem Rekordgewinn abgehängt. Europas größter Autobauer profitierte im vergangenen Jahr wie kein anderer Hersteller vom weltweiten Autoboom und zahlt den Aktionären eine Rekorddividende. Der Nettogewinn verdoppelte sich 2011 auf 15,8 Milliarden Euro, wie der Wolfsburger Konzern am Freitag bekanntgaben.

Die Stammaktionäre - darunter als größte die Porsche Holding, das Land Niedersachsen und das Emirat Katar - sollen eine um 80 Cent auf drei Euro erhöhte Dividende erhalten. Sechs Cent mehr je Anteilscheins will VW den stimmrechtslosen Vorzugsaktionären zahlen. Im Schlussquartal lief es dagegen nicht mehr ganz so rund. In diesem Zeitraum sank der operative Gewinn.

Anleger verfielen angesichts des historisch hohen Gewinns allerdings nicht in Euphorie. In einem ansonsten freundlichen Umfeld verlor die im Dax gelistete Vorzugsaktie des Wolfsburger Konzerns zeitweise ein Prozent an Wert. Börsianer begründeten dies damit, dass Anleger Kasse machten. Das Papier hatte seit Anfang Januar mehr als 20 Prozent zugelegt.

VW zog die Veröffentlichung der Zahlen vor, nachdem der enorme Gewinnanstieg bereits durchgesickert war. Eigentlich wollte der Aufsichtsrat erst am Montag darüber beraten.

Volkswagen hat den Gewinn im abgelaufenen Jahr dank des weltweiten Autobooms mehr als verdoppelt und hebt die Dividende stark an. Das Ergebnis nach Steuern kletterte auf 15,8 Milliarden Euro, wie VW am Freitag bekanntgab. Im Vorjahr hatten 7,2 Milliarden zu Buche gestanden. Die Dividende soll um je 80 Cent auf drei Euro je Stamm- und 3,06 Euro je Vorzugsaktie angehoben werden. Im Vorjahr lag die Dividende bei 2,20 Euro und 2,26 Euro. Zu dem guten Nettoergebnis hat allerdings auch die Neubewertung von Aktienoptionen beigetragen, nachdem die Fusion mit Porsche im vergangenen Jahr abgesagt wurde. Das ergab einen Buchgewinn, der sich auf die tatsächliche Finanzlage nicht auswirkt.

Der Betriebsgewinn kletterte um fast 60 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro. Mit etwa soviel hatten Analysten gerechnet. Sie waren im Schnitt für das vergangene Jahr von einem operativen Ergebnis von 11,4 Milliarden Euro ausgegangen. Trotz des Kaufs der Mehrheit von MAN und der Porsche Holding in Salzburg im vorigen Jahr hat der VW-Konzern immer noch 17 Milliarden Euro in der Kasse. Damit ist er bestens gerüstet für den Weg an die Weltspitze, die die VW-Führung spätestens 2018 erreichen will.

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Erstmals mehr als acht Millionen Fahrzeuge verkauft

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  • Natürlich ist die Bilanz von 2011 nach den GoB`s richtig, aber es sind hohe Einmalleistungen im VW-Konzern verrechnet ohne Diese wäre ein solcher Gewinn nicht möglich. Außerdem ist der hohe Gewinn auch auf Kosten der Allgemeinheit erwirtschaftet.

  • Winterkorn ist klasse, und jeden Cent wert. Der Mann hat Benzin im Blut !

  • Ganz genau. Von diesen 159 Mrd. Euro müssen Sie eigentlich noch Umsätze andere Divisionen abziehen. Und dadurch wird das Ergebnis über 8 Millionen Fahrzeuge verkauft zu haben unglaubwürdiger. Sie können tatsächlich nicht rechnen.

    Wo steht in der Bilanz, wieviele Fahrzeuge verkauft wurden zu welchem Preis? Da von Standort zu Standort, von Gesellschaft zu Gesellschaft, eigene Abschlüsse gemacht werden, ist es für externe nicht möglich diese Zahl zu überprüfen. Und außerdem bleibt der Punkt bestehen, dass die Unternehmen sich nur daran halten müssen, dass die Berechnungsmethodik gleichbleiben muss.
    Ich war bei drei Automobilkonzernen, bei zwei Automobilzulieferern und alle haben völlig unterschiedliche Berechnungen für jegliche Kennzahlen genutzt. Unternehmensabschlüsse scheinen nicht Ihr Fachgebiet zu sein.

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