Biotech-Branche
Qiagen will US-Molekulardiagnostikfirma übernehmen

Das Biotechunternehmen Qiagen will die US-Firma Digene übernehmen und damit seine Geschäfte in der Molekulardiagnostik ausbauen. Das kombinierte Unternehmen soll 2008 im Bereich der Molekulardiagnostik rund 350 Millionen und insgesamt über 800 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaften.

HB VENLO. Der Gesamtpreis belaufe sich auf rund 1,6 Milliarden Dollar, teilte die im Technologieindex TecDax gelistete Qiagen am Sonntag im niederländischen Venlo mit. Darin seien Barbestände von Digene von 170 Millionen Dollar enthalten.

Nach der Übernahme sollen die Qiagen-Aktionäre 78 Prozent an dem vereinigten Unternehmen halten, die Aktionäre von Digene 22 Prozent. Die Übernahme soll im August oder September unter Dach und Fach gebracht werden.

Der Kauf werde mit Bargeld sowie mit Qiagen-Aktien bezahlt, teilte Qiagen mit. Digene-Aktionäre könnten wählen, pro Digene-Papier entweder 61,25 Dollar in bar oder 3,545 Qiagen-Anteilsscheine zu bekommen. Ausgehend vom US-Börsenschlusskurs der Digene-Aktie am 1. Juni würden die Digene-Aktionäre damit einen Aufschlag von 37 Prozent erhalten. Die gesamte Transaktion solle zu 55 Prozent in bar und zu 45 Prozent in Qiagen-Aktien beglichen werden, hieß es.

Ohne Einmalkosten, Integrations- und Restrukturierungskosten sowie akquisitionsbedingten Abschreibungen werde die Übernahme das bereinigte Ergebnis je Aktie im vierten Quartal dieses Jahres um rund 0,03 bis 0,04 Dollar belasten, kündigte Qiagen an. 2008 werde der Zukauf dann etwa 0,02 bis 0,04 Dollar zum bereinigten Gewinn je Aktie beitragen. In den Folgejahren seien deutlich positive Beiträge zum Ergebnis zu erwarten.

Qiagen ist auf Analysezubehör für die Genom- und Proteinforschung spezialisiert. In seiner Molekulardiagnostiksparte kommt Qiagen derzeit auf einen Jahresumsatz von 150 Millionen Dollar. Das Hauptprodukt der in Gaithersburg im US-Bundesstaat Maryland ansässigen Digene ist ein Test auf das Vorhandensein von risikoreichen Formen des Humanen Papillomavirus, der Gebärmutterhalskrebs verursachen kann.

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